Videospielbranche 2020 – rosige Zukunft oder Katastrophe?

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2020 wird definitiv ein jahr für die Videospielbranche das wir so schnell nicht vergessen werden. Vielleicht sogar ein denkwürdiges, kommen doch die potentiell letzten Spielkosnolen mit physischen Spielemedien auf den Markt. Mit PS5 und X-Box Scarlett und Anaconda erleben wir natürlich auch sicherlich einige besonders schöne Momente und sicherlich auch tolle Spiele, alelrdings setzen wohl beide kommenden Generation bereits auf NVME SSDś der höchsten leistungsklasse was gleichzeitig so ziemlich ein physikalisches Ende der Ära bedeuten könnte, denn in Zukunft werden Anforderungen uns sicherlich auch die Preise für Konsolen und Hardware in solche Höhen steigen das Game Streaming immer attraktiver werden wird.

Gerade Googles frisch gestarteter Streaming Service Stadia ist bereits jetzt bei vielen Nutzer sehr beliebt, auch wenn der Start mehr als holprig war und der Service sicherlich keinen besonders guten Ruf hat. Der Start in Deutschland ist leider ordentlich versaut worden, was aber zugegebenerweise Google selber schuld ist, hat man doch im voraus falsche Hoffnungen gefördert und wahrscheinlich bewusst falsche Werbeversprechen in die Welt gesetzt. Hinzu kommen recht hohe Preise und aktuell noch komplett unflexible Hardwareanforderungen. Wir gehen alelrdings stark davon aus das Google diese Problematik 2020 in den Griff bekommen wird und das Jahr erfolgreich nutzen kann um den Service weiter auszubauen. Am Ende wird der Konzern vermutlich ordentlich Kohle in die Ganze Sache Pumpen und damit Erfolg erzwingen.

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Dennoch wird es viele Branchen geben die sich rund um die Videospiele anpassen müssen und viele tun gut daran das jetzt schon zu tun. Beispiel: Hardware Industrie! Natürlich kann man weiterhin Controller verkaufen auch VR Brillen werden weiterhin mit physischen Systemen betrieben werden, aber spätestens wenn der 5G Standard wirklich zum STANDARD geworden ist werden auch diese Systeme vermutlich keinerlei PC oder Konsole mehr benötigen. Mobiles Gaming wird sich immer mehr durchsetzen und wir werden flexibler werden müssen. Allerdings fallen viele Dinge dann auch weg. Ein gutes Beispiel ist an dieser Stelle sind ohne Spaß die Erotik- und Glücksspielindustrie. Während die Erotikindustrie maßgeblich für den Erfolg von VR mit verantwortlich ist hat sich die Glücksspielindustrie Beispielhaft angepasst. Während noch vor 15 Jahren Spielhallen aus dem Boden geschossen sind wie anderorts Unkraut ist die Industrie mittlerweile voll im Thema Online Casino angekommen und hat sich dem digitalen Wandel zum BEispiel mit Live Casinos und Handykonzepten gewidmet. Ein gutes Beispiel für eine Industrie die die Zeit nicht verpasst hat.

Nachdem nun klar ist das die Bundesregierung eine Förderung für den Videospielmarkt in Höhe von bi szu 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen möchte stelle ich mir an dieser Stelle natürlich auch die Frage welche Schritte in Zukunft in unserem klassischen Videospielsegment passieren müssen und welche Innovationen wir brauchen werden. Klar ist das wir schnelleres Internet benötigen, hier ist die Bundesregierung allerdings gefragt dafür zu sorgen das wir überall eine Flächendeckende Verbindung haben. Hinzu kommt die Tatsache das wir auf jeden Fall im Streamingsegment landen werden. Gerade für mich als Sammler ist das natürlich der absolute Horror keinerlei physische Spiele mehr kaufen zu können.

So oder so wird Streaming die Zukunft der Branche sein, auch wenn es mir persönlich nicht passt.

Die ersten echten Gaminglösungen im Stremaingbereich gibt es bereits und Googles Stadia ist dabei bei weitem nicht die erste Lösung. Shadow Cloud Gaming ist mit Sicherheit der bisher hochwertigste Anbieter im Streamingbereich. Hier kann man einen kompletten Gamingfähigen PC auf Streamingbasis kaufen. Allerdings ist diese Lösung noch relativ teuer und nur bedingt nutzbar, da die Kapazitäten des Service derzeit so gering sind das man kaum einen neuen Account ohne Wartezeit bekommen kann.

Aber auch die typischen Entwicklungskonzepte müssen sich stark verändern denn die Spieler entwickeln sich ebenfalls weiter. Gerade der AR/VR Bereich wird sich in Zukunft weiter entwickeln, auch wenn das sicherlich noch einige Jahre dauern wird so werden wir diese Entwicklung miterleben. Auch klassische Finanzierungskonzepte von Spielen werden sich verändern müssen, denn immer weniger Spieler sind bereit Vollpreise zu bezahlen, obwohl die Spieleentwicklung immer teurer wird. Steigende Preise in der Entwicklung sorgen aber auch dafür das immer mehr Menschen in der Branche arbeiten, was den Anteil an Entwicklern und Studios sicherlich in Zukunft auch erhöhen wird. Selbst Titel die nicht klassisch erstellt worden sind werden in Zukunft oftmals lange Laufzeiten haben und somit auch viel Wartung und Serverkapazitäten verschlingen.

Singleplayerspiele werden sich im laufe der Jahre zurückentwickeln und auch wenn mir persönlich dieser Punkt noch mehr widerstrebt, werden wir fast ausschließlich auf Mehrspieler Spiele zurückgreifen müssen. Solange das so komfortabel wie in Fortnite “Rettet die Welt” läuft, wo man kooperativ spielen muss um weiterzukommen, kann das auch funktionieren, aber rein kompetitive Titel werden sicherlich zu einem großen Problem werden, denn nicht jeder hat Lust sich auf große Schlachten einzulassen und ständig mit anderen zu messen. Ich persönlich genieße zum Beispiel die wunderbaren Geschichten die einem ein Ni No Kuni, ein Uncharted oder Tomb Raider, ein Halo oder Gears of War, ein Final Fantasy oder The Last of Us liefern können. Ein reine Multiplayer Ära wäre für mich persönlich schrecklich da ich die Zeit mit großen Geschichten genieße. Aber wer weiß vielleicht entwickelt sich um die Singleplayer Inhalte auch ganz neue Genres.

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