Strange Brigade im Test – Im Koop schießt es sich am besten

Allgemein Playstation 4 Spieletests

Strange Brigade – Das hat uns nicht gefallen

Die Story bei Strange Brigade wird euch nicht gerade umhauen oder sonst irgendwie überraschen. Es geht alles nach Schema 0815 ab. Vier Helden müssen die Welt vor einer bösen Hexe befreien und ballern sich hierfür durch eine Armee von Untoten. Während ihr euch möglicherweise noch die erste Zwischensequenz, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt, anseht, werdet ihr spätestens ab der zweiten Mission die Story-Sequenz überspringen und gleich in die Aktion springen wollen. Neben den Zwischensequenzen wird die Story auch noch durch Bücher und gelegentliche Audiokommentare getragen, was vermutlich nur die wenigsten interessieren wird.

So spaßig das Spiel auch im Koop ist, so langweilig und eintönig ist es leider für den Einzelspieler. Spätestens ab der zweiten Mission stellt sich ein schleichender Ermüdungsprozess ein, der durch das wiederholende Gameplay nur begünstigt wird. Über diesen Umstand hinweg helfen auch nicht die Vielzahl an unterschiedlichen Gegnern oder Bossgegner und da sich die Charaktere spielerisch nur unwesentlich unterscheiden, meint man bereits nach wenigen Stunden alles gesehen und erlebt zu haben. Auch eine Spiltscreen-Variante fehlt dem Spiel völlig, was wir sehr bedauern und nicht nachvollziehen können, hätte dies dem Spielspaß etwas mehr Aufschwung geben können. Zudem ist das komplette Leveldesign deutlich für Mehrspieler augelegt worden, denn viele Areale öffnen sich erst, wenn alle Mitstreiter einen Kristall aktivieren – was jedoch als Einzelspieler völlig unnötig ist. Diese Mechanik wirkt Solo einfach zu aufgesetzt und nervt mit der Zeit.

Darüber hinaus hätten wir uns individuelle Anpassungsmöglichkeiten oder wenigstens unterschiedliche Kostüme für die Charaktere gewünscht, denn wenn wir im Koop unterwegs sind und zwei Spieler denselben Charakter gewählt haben, dann kann man diese nur am klein geschriebenen Namen über deren Köpfen unterscheiden.