State of Mind im Test – Dystopie ohne Biss

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State of Mind – Zusammenfassung und Bewertung

“State of Mind” ist ein schwerfälliges Adventure, welches definitiv viele gute Ansätze verfolgt, jedoch über die längste Zeit vor sich hin dümpelt. Die bewusst gewählte Low-Poly-Optik mag zwar an einigen Ecken überzeugend und schön wirken, eignet sich jedoch so gar nicht dazu emotionale Geschichten zu erzählen, denn durch die niedrige Detailtiefe fällt es einem schwer die Mimik zu deuten. Auch die teilweise unmotivierten deutschen Synchronsprecher steuern dazu bei, dass die Emotionen sich nicht aus dem Keller trauen und wirken sich auch noch schädlich auf die gesamte Atmosphäre aus. Dies geht sogar so weit, dass man eine leichte Antipathie gegen den Hauptprotagonisten entwickelt.

Enttäuschend ist auch der spielerische Anspruch des Adventures, denn Rätsel sucht man hier vergeblich. Meistens reicht es aus mit Personen zu reden oder mit allen Gegenständen im Raum zu interagieren. Kleine Mini-Spiele lockern das simple Gameplay etwas auf und sorgen für Abwechslung, dennoch fühlten wir uns zu keinem Zeitpunkt Herausgefordert. Dadurch ergibt sich zwar ein flüssiger Spielfluss, doch als Spieler kommt man sich zum teil vor einen Walking Simulator vor sich zu haben.

Dennoch schafft es Daedalic Entertainment eine spannende und fesselnde Geschichte zu erzählen und mit der dystopischen Darstellung der nahen Zukunft regt der Titel sogar zum Nachdenken an. Sind wir wirklich eines Tages soweit aus Bequemlichkeit auf unsere Privatsphäre völlig zu verzichten? Wird es uns gleichgültig sein, dass Konzerne und Regierung alles über uns wissen und wir uns freiwillig dem Konzept eines gläsernen Bürgers ergeben? Was ist das Bewusstsein und ist es vielleicht der Schlüssel zur Unsterblichkeit?

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