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Lost Sphear im Test – Aufgewärmte Rollenspielkost ohne Eigenidentität

Lost Sphear – Das hat uns gefallen

“Lost Sphear” setzt wie bereits der Vorgänger “I Am Setsuna” auf das bekannte ATB-Kampfsystem, basierend auf das Kampfsystem von “Chrono Trigger” und erweitert dieses um einige zusätzliche Funktionen. Kämpfe werden automatisch eingeleitet, sobald sich unsere Gruppe einem Gegner nähert. Neben normalen Attacken, können die Spieler auch Skills und Zaubersprüche wirken oder Gegenstände einsetzen. Zuvor können die einzelnen Charaktere frei auf dem Schlachtfeld platziert werden, um den besten strategischen Vorteil im Kampf erzielen zu können, stehen Gegner sehr nah bei einander, so können gleich mehrere von ihnen mit einer Attacke angegriffen werden.

Sollte es euch gelingen den Feind im Rücken zu überraschen, dann kann ein Präventivschlag ausgeführt werden. In so einer Präventivsituation ist eure Aktionsleiste direkt gefüllt und ein “Setsuna”-Punkt steht euch zur Verfügung, im Kampf könnt ihr davon insgesamt drei Punkte generieren, die durch erleiden von Schaden oder ausgeführten Angriffen aufgefüllt werden. Dieser “Setsuna”-Punkt kann dazu genutzt werden euren Standardangriff zu verstärken und mehr Schaden beim Gegner anzurichten. Dazu müsst ihr im richtigen Augenblick die Viereck-Taste betätigen, um einen “Setsuna”-Punkt zu Opfern und eine mächtige Attacke auszuführen. Im späteren verlauf könnt ihr eure Skills um zusätzliche Effekte erweitern und beim opfern eines “Setsuna”-Punktes die Angriffsstärke eurer Feinde senken, eure Gruppe heilen, Verteidigung der Gegner senken und vieles mehr.

Für etwas Abwechslung im Kampf sorgen die sogenannten “Vulcosuits”, welche im späteren Spielverlauf freigeschaltet werden. Es sind mächtige uralte Relikte einer längst vergangenen Zivilisation, die von den Charakteren heraufbeschworen werden können. Diese Mechs greifen auf eine Energieleiste (VP) zu, um Skills und Zaubersprüche der einzelnen Charaktere zu wirken und besitzen individuelle mächtige Attacken, die aber zunächst freigeschaltet werden müssen. Vor allem zu Beginn werdet ihr die Vulcosuits kaum bis gar nicht einsetzen, da die VP-Leiste zu klein ist und nur wenige Angriffe zulässt.

Die Welt lädt stets zum Erkunden ein, denn an fast jeder Ecke können Kisten entdeckt werden oder glänzende Objekte aufgesammelt werden. Dabei unterscheiden sich die Objekte je nach Farbe des Glanzes, so findet ihr Zutaten oder ramsch zum Verkauf an orange leuchtenden Orten, an blau leuchtenden Orten findet ihr “Erinnerunsgegenstände”, die dazu benötigt werden “Verlorenes” zurück zu holen und an lila glänzenden Orten entdeckt ihr Artefaktwissen. Artefakte können von euch an bestimmten Punkten der Welt errichtet werden, um permanente Boni zu generieren. Einige Effekte wirken auf eure Umwelt, wie zum Beispiel die schnellere Fortbewegung auf der Weltkarte, andere wiederum haben Einfluss auf eure Kämpfe, wie die schnellere Erhöhung eurer Aktionsleiste beim Ausweichen eines gegnerischen Angriffs, dabei müsst ihr bedenken, dass diese Effekte auch für eure Feinde gelten, solltet ihr die Artefakte mit bedacht auswählen. Aber die Artefakte haben auch noch einen weiteren hilfreichen Effekt, sie stellen die verloren gegangene Umgebung wieder her, sodass ihr neue Wege auf der Weltkarte schafft.

Waffen und Rüstungen lassen sich zudem bei einem Waffenhändler aufwerten, um die Angriffs – und Verteidigungswerte deutlich steigern zu können, was im späteren Verlauf oder auf einem höherem Schwierigkeitsgrad deutlich an Bedeutung gewinnt. Auch die fantastische Soundtrack hat uns sehr gut gefallen und erinnerte uns während wir über die Weltkarte reisten sogar ein wenig an die Musik aus “Final Fantasy X”. Die absichtlich minimalistische farbenprächtige Grafik wurde absichtlich gewählt und sie gefällt uns ganz gut, da dies ein gezielter Versuch der Entwickler ist die 16-Bit Ära wieder aufleben zu lassen und an die Spieleperlen vergangener Tage erinnern soll.

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Über Egor Sommer (624 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

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