Life is Strange – Das hat uns nicht gefallen
Von richtigem “Nichtgefallen” kann man hier nur bedingt reden. Life is Strange vermittelt uns hin und wieder den Eindruck es würde sich vieles zum besseren entwickeln und wir würden langsam aber sicher das Ziel des Spieles erreichen, dann gibt es wieder einen Schlag ins Gesicht und wir machen einen Rückschritt um mehr als 100%. Auch die Entscheidungen die wir hin und wieder zu treffen haben entsprechen vielleicht nicht ganz der Altersbeschränkung von 12 Jahren.
Hin und wieder treffen wir auf kleine, wenn auch total unnötige Grafikfehler. Clippingfehler, Füße im Boden, Bodenwellen die einfach durchfahren werden und solche Dinge. Ansonsten ist das Spiel größtenteils Fehlerfrei was die Programmierung angeht, uns ist jedenfalls beim durchspielen nichts aufgefallen. Dennoch können wir auch an der Grafik weiterhin einiges bemängeln. Auch wenn Life is Strange von vornherein nicht auf realistische Grafik aus ist, so hätten wir uns doch gewünscht das einige Dinge einfach ein bisschen schöner gestaltet werden. Gerade im Bereich von Bäumen fallen die teilweise sehr geringwertigen Modelle doch deutlich auf. Schade eigentlich das Square Enix hier nicht ein bisschen mehr wert aufs Detail gelegt hat.

Wir wollen an dieser Stelle natürlich nicht Spoilern, allerdings haben wir nach dem durchspielen das Gefühl das es lediglich 2 mögliche Enden für dieses Spiel gibt. Alle unsere Anstrengungen, die vielen überlegungen und all die schweren Entscheidungen die wir getroffen haben scheinen am Ende vollkommen für die Katz zu sein. Sicherlich können wir einiges beeinflussen aber am Ende läuft es doch immer auf die gleiche Story hinaus. Einmal die Vergangenheit manipuliert und schon ändern wir diese wieder auf die ursprüngliche Zeitlinie zurück nur weil uns die Entscheidung falsch erscheint oder wir die Entscheidung nicht hätten treffen sollen. Es wirkt leider an vielen Stellen so als würden unsere Entscheidungen nicht wirklich einen Einfluss auf das Spiel haben. Lediglich den unmittelbaren Spielfluss können wir verändern und einige Wege öffnen, aber wirkliche Einschnitte die das Spiel verändern könnten erscheinen uns verschlossen zu bleiben. So ist die Story geradliniger als wir uns das gewünscht hätten und gradliniger als sie sein sollte. Schade eigentlich, das hätten wir uns anders gewünscht…

Mittlerweile ist das Spiel ja wieder ein wenig ausgelutscht, aber als es frisch auf dem Markt war, liebte ich es über alles und spielte mehrere Stunden täglich.
ich bin ja eigentlich nicht so der Gametyp, aber dieses ist wirklich ein Traum. ich kann gar nicht mehr aufhören zu zocken :).
Nun die Telltale Games nutzen ja auch ihre eigene Engine und wollen ein bisschen Comiclike aussehen. Gerade bei Telltale liegt der Schwerpunkt ja auf einer eigenen Story. Ich fand Until Dawn hat das mit den Entscheidungen besser hinbekommen. Aber trotzdem ist und bleibt Life is Strange ein Top Titel geworden. Ich fands halt an einigen Stellen nur Schade das wir auf winzige Clipping Fehler treffen und einige, wenn auch nicht viele Modelle hätten deutlich schöner ausfallen können. Ich denke das hätte auch die Life is Strange Engine gepackt da diese Kritikpunkte meist nur in Zwischensequenzen zu sehen waren.
Trotzdem wollte man immer wissen wie es weitergeht und wurde von der Story mitgerissen. Genau so muss das sein damit mit einem Spiel klappt…. freue mich persönlich schon auf ein Wiedersehen mit Beyond two Souls und Heavy Rain…
ISt wirklich ein tolles Game war eines meiner Top games 2015 und freu mich schon auf mehr aus dem Universum.
Die Kritik punkte kann ich voll nach vollziehen das Problem bei fast allen games mit Entscheidungen ist meist das nicht wirklich so viel Einfluss auf das große ganz nimmt.
Zur Grafik muss ich auch zustimmen es könnte weit aus schöner sein teilweise aber das spiel war auch ein Budget spiel und hatte nicht so viel Entwicklungs Kosten wie andere games trotzdem sollte man nächstes mal eine etwas besser endigne nehmen aber es sieht immer noch besser aus als Alles was ein telltale vorsetzt.