DSGVO – 3 Monate danach, was hat sich getan?

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Die Datenschutzgrundverordnung ist im Mai diesen Jahres in Kraft getreten. Vorab gab es massive Verunsicherung darüber was, wie und wann, von wem, bis wann und in welcher Form erledigt werden muss. Viele Internetseiten, vor allem die großen, haben teilweise die Umsetzung der DSGVO komplett ignoriert und erst einmal abgewartet was passiert. Viele andere, darunter auch ich selbst haben mit dem löschen eigener Seiten reagiert. Ich selbst hatte einige kleinere Projekte wie einen Fotoblog und eine Bewerbungsseite online, die ich spontan einfach gelöscht habe. Als guter Seitenbetreiber und natürlich auch als guter Mensch, klingt eingebildet aber ich behaupte gerne von mir ein Gutmensch zu sein, versuche ich natürlich auch euch, unseren Lesern alle Rechte einzuräumen die ihr habt. Wir wollen ja schließlich alle das ihr zu uns kommt und dabei ein gutes Gefühl habt!

Als Gamer bin ich selbst darauf angewiesen das meine Daten von irgendwem geschützt werden und so will ich natürlich auch eure Daten behandeln. Aus diesem Grund haben wir unsichere Plug-Ins entfernt und vieles getan damit ihr euch bei bedarf informieren könnt und auch eure gespeicherten Daten abrufen könnt. Wir speichern relativ wenig über euch, aber es gibt auch eine Menge negativer Dinge an der DSGVO, Dinge die mich persönlich am meisten ärgern, zumal ich persönlich auch die Arbeit damit habe. Am liebsten würde ich die DSGVO wieder abschaffen. Nicht weil ich eure Daten missbrauchen will, sondern einfach nur aus dem Grund weil sie uns und unsere Arbeit hier massiv behindert.

Warum behindert uns die DSGVO?

Die Datenschutz Grundverordnung ist eigentlich eine gute Sache! Leider ist sie, wie viele “Gute Ideen” unserer Bundesregierung eher ein Problem, weil viele “Gute Ideen” von außerhalb kommen, von Menschen die keinerlei Ahnung und keinerlei Praxisbezug zum Thema haben und zusätzlich auch nicht im geringsten abschätzen können welchen Aufwand diese Dinge machen.

Zum einen zeichnen wir nicht mehr rigoros eure IP Adressen auf. Das haben wir zwar bisher auch eigentlich nicht gedurft, aber trotzdem gemacht. Warum? Nicht weil ich eure IP Adressen zu Marketing Zwecken brauche oder sie zusammen mit eurer E-Mail verkaufen will, sondern aus reinem Selbstschutz. Ich bin natürlich nicht erst seit Playstation Choice im Business und hatte bereits viele Blogs vor unserem kleinen Spielemagazin. Immer wieder ist es hier zu Hasstiraden gekommen, zu Anschuldigungen und vielem mehr. Ich wurde sogar bereits als Nazi diffarmiert, was ich bei bestem Willen nicht bin, aber das Internet ist nun einmal so, das man nur laut genug schreien muss um recht zu bekommen! Solche menschen haben mich früher geärgert und aus der Ruhe gebracht, heute würde ich rigoros gegen diese Personen vorgehen und Strafanzeigen regnen lassen. Rechtsradikale Parolen und dergleichen würden wir hier niemals dulden.

Durch die Tatsache allerdings das wir keinerlei IP Adressen mehr aufzeichnen dürfen und auch die effizientesten Anti-Spam Module nicht mehr nutzen dürfen, weil es die DSGVO verbietet, haben wir arge Probleme gegen solche Dinge vorzugehen. Auch Spam E-Mails und Spam Kommentare sind ein großes Ärgernis, das uns zwar nicht schaden kann, weil wir alles moderieren, aber der Ganze Kram erzeugt Arbeit, Arbeit für die wir eigentlich keine Zeit haben, auch diesem Grund würde ich die DSGVO gerne komplett ignorieren.

In diesem Fall würde ich mich aber fühlen wie der Satan persönlich und sicherlich auch irgendwann Probleme bekommen, auch deisem Grund passiert das nicht. Dennoch ist die DSGVO für viele Änderungen bei uns verantwortlich, hat für viele Probleme gesorgt und nicht zuletzt unser Ranking in Suchmaschinen massiv negativ beeinflusst, woher wir das wissen? Nun ich beschäftige mich zwar recht wenig mit diesem Thema aber seitdem wir an der Umsetzung der DSGVO arbeiten sind unsere Besucherzahlen zurückgegangen, was mich sehr traurig stimmt.

Aber einige der wichtigsten Fehler sind mittlerweile bereits behoben und sollten in Zukunft auch nicht weiter Schaden anrichten können. Ich jedenfalls kann bestätigen das ich mit der DSGVo in der aktuellen Form, so ohne Ausnahmen gar nicht einverstanden gewesen bin und das wir vor allem viel viel arbeit damit hatten.

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