Destiny im Langzeittest – Was kann Destiny wirklich?

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Destiny_20140911020012Destiny für Playstation 4 – Das Gameplay

Destiny ist primär ein klassischer Shooter. In dieser Art spielt sich Destiny auch den größten Teil der Zeit. In dieser Art macht Destiny eine saubere Figur. Es gibt alles was wir brauchen, einen Haufen an Waffen, Gegner, verschiedene mögliche Strategieen und vor allem die Tatsache das die reine “Haudrauftaktik” nicht funktioniert. In der normalen Story kommen wir an den meisten Stellen nur mit einer brauchbaren Taktik weiter. Losrennen und auf alles schießen was sich bewegt klappt nur selten. Auch unser Fahrzeug hält uns nicht von einem allzuschnellen Tod ab.

Das Leveldesign ist natürlich interessant. Als Bungie und Activision im Vorfeld von einem kompletten, lebendigen Universum geredet haben hatten wir eigentlich erwartet das wir neben Erde, Mond, Venus und Mars auch noch andere Planeten in unserem Universum besuchen können. Wir gehen hier zum Beispiel mit Jupiter gewesen? Wer die Venus habitabel machen kann, der sollte auch vor Jupiter keinen Halt machen. Alleine mit dem Jupiter gäbe es auch die Möglichkeit bis zu 67 Monde ins Spiel zu integrieren. Es gibt nicht nur die bekannten wie Kallisto, Io, Europa, Metris, Adastrea, Almadea, Thebe oder Ganymed! Da wäre jede Menge Potential gewesen.

Ebenfalls wird in der Story immer wieder vom Saturn geredet…. diesen zu besuchen ist uns aber nicht vergönnt. Ob er vielleicht als DLC auftauchen wird ist eine andere Frage, Bungie und Activision haben ja schon eine Menge Destiny DLC´s angekündigt.

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Dann kommt als nächste Enttäuschung das die offen Spielwelt, also das offene, sich entwickelnde Universum keineswegs so offen ist. Wir können und mit unserem Schiff nicht frei bewegen, sondern lediglich in einer automatischen Zwischensequenz den Hyperraum nutzen. Als nächstes kommt hinzu das wir jeweils nur ein einzelnes Gebiet je Planet haben. Sprich Alt Russland auf der Erde, den Mond, wo wir auf den Ozean der Stürme treffen, an dem es aber kein Wasser gibt, die Venus mit ihrer Ishtar Senke und den Mars mit der versunkenen Stadt. In diesen Gebiten könnten wir uns theoretisch frei bewegen, wenn wir nicht trotzdem in Schläuche gezwungen würden. Auch wenn das Leveldesing noch so offen wirken mag es ist sehr beschränkt. Einzelne Abgeschlossene Gebiete die meist nur durch Tore verbunden sind erzeugen zwischendurch auch schonmal eine Ladezeit wenn wir zu schnell unterwegs sind. Das eigentliche Missionsdesign ist dann letztlich noch schlauchiger und wird zu einem klassischen Duke Nukeem Stil, wobei das nicht schlecht sein muss, aber eben dem widerspricht was Activision und Bungie versprochen haben.

Sehr enttäuscht hat uns die Tatsache das die Spielwelt relativ unbelebt wirkt. Offiziell heißt es zwar das man die Anzahl an Spielern reduziert die sich gleichzeitig irgendwo tummeln um die Spielwelt nicht zu überladen. Das ist vor allem dann sinnvoll wenn eine Spielwelt offen ist, aber nicht sonderlich mit Feinden und NPC´s vollgestopft ist, das ist bei Destiny aber nicht der Fall. Es gibt keine Situation in der zum Beispiel ein Kovoi über den Mond fährt, ein Schiff abgeschossen wird und Notlanden muss oder dergleichen.

Selten kommt es vor das Zufallsereignisse auftreten. Die sind von Planet zu Planet unterschiedlich, bleiben aber auch immer gleich und wirken sich nicht wirklich auf das eigentliche Gameplay aus. Wenn wir auf der Erde also zum Beispiel auf einen Gefallenenläufer treffen blockiert der uns nicht den Weg, rennt uns nicht hinterher, weil er auf einem abgeschlossenen Gebiet steht und  wir können theoretisch einfach dran vorbei rennen ohne das uns viel passiert. Also das ist nicht wirklich das, was wir erwartet hätten.

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Das Rollenspielelement, das wir klassisch aus den Anfängen der Rollenspiele kennen kommt nicht wirklich zum tragen. Zwar erlernen wir mit der Zeit immer wieder neue Fähigkeiten und können auch einzelne Waffen aufleveln, was uns dabei allerdings auch wieder aufstößt ist die Tatsache das diese “Fähigkeiten” auch eigentlich nur Power Ups sein könnten, mehr sind sie auch nicht. Es gibt sogar 2 Talentbäume für unseren Testcharakter, einen Titanen aber auch hier gibt es nur: Kann ich / Kann ich nicht. Das Verbessern von Eigenschaften klappt leider nicht bzw. ist nicht vorgesehen.

Als Shooter hingegen ist Destiny ganz groß. Wer Shooter mag der wird Destiny lieben.

2 thoughts on “Destiny im Langzeittest – Was kann Destiny wirklich?

  1. Ein wirklich sehr sehr ausführlicher Artikel, allerdings muss ich sagen das ich ebenfalls ein wenig enttäuscht war. Trotzdem spiele ich Destiny täglich seitdem es draußen ist, sooo schlecht kann es also garnicht sein.

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