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Onrush im Test – Overwatch trifft Motorstorm

Onrush – Das hat uns gefallen

Zu den größten Überraschungen des Spiels zählt definitiv das ungewöhnliche Spielkonzept, welches komplett auf eine Ziellinie, eine Rundenangabe oder gar die Positionierung als Faktor für den Sieg verzichtet. Dennoch funktioniert es hervorragend und man findet sich erstaunlich schnell zurecht. Zwei Teams stehen sich gegenüber und müssen sich in vier unterschiedlichen Spielmodi oder auch Disziplinen behaupten. Dabei ist es essentiel die Boost-Leiste stets gefüllt zu haben, indem man seine Rivalen oder die zu Recht als Kanonenfutter bezeichneten KI-Gegner ausschaltet. Sprünge, individuelle Fähigkeiten und Tricks, wie Backflips, füllen eure Boost-Anzeige ebenfalls auf. Mit jedem verbrannten Meter Nitro füllt ihr zuätzliche eure Rush Fähigkeit auf, die als ultimative Fähigkeit eingesetzt werden kann und nach Aktivierung einen Klassen-spezifischen Effekt auslöst.

Und genau an diesem Punkt erinnerte mich “Onrush” mehr an den Helden-Shooter “Overwatch”, nur dass hier unsere Helden PS starken Boliden sind. Jeder Fahrzeugtyp repräsentiert dabei eine ganz bestimmte Klasse mit seinen individuellen Fähigkeiten. Insgesamt könnt ihr aus acht Klassen wählen, um während des Rushs euer Team mit Boost zu versorgen, eure Rivalen härter zu treffen oder nahen Teammitgliedern einen dicken Schild zu verpassen.

Für die nötige Abwechlung sorgen die unterschiedlichen Spielmodi: Overdrive, Countdown, Switch und Lockdown. In Overdrive sammelt ihr Punkte sobald ihr den Boost einsetzt, alle Punkte werden im jeweiligen team zusammen addiert und das Team, welches zuerst die Punktegrenze erreicht gewinnt. In Countdown zählt ein Timer gnadenlos die Sekunden herunter, den Timer könnt ihr nur erhöhen, wenn ihr bestimmte Tore durchfahrt, bei welchem Team der Timer zuerst abläuft verliert. In Switch beginnt jeder Fahrer mit drei Leben und auf einem Bike sitzend, die anfälligsten Fahrzeuge im Spiel, wer ein Leben verliert, wechselt zum nächst stabileren Fahrzeug. Eine Runde ist beendet, sobald alle Fahrer eines Teams ihre drei Leben verloren haben. Hat nur ein Fahrer aus einem Team seine drei Leben verloren, so ist das Rennen noch lange nicht für ihn gelaufen, denn so lange ein Teammitglied noch über mindestens ein Leben verfügt, brettert man lediglich mit den stärksten Fahrzeugen im Spiel über die Strecken und wird zum Jäger der übrig gebliebenen Leben im gegnerischen Team. Im letzten Spielmodus Namens Lockdown muss man, ähnlich wie bei “Call of Duty” oder “Battlefield”, eine bestimmte Zone erobern und halten.

Werdet ihr während des Rennens ausgeschaltet, so müsst ihr auf den Respawn warten, ebenfalls ein bekanntes Feature aus Multiplayer-Gefechten in Ego-Shootern. Fallt ihr einmal zurück, so teleportiert euch das Spiel wieder nach vorne und auch Respawns erfolgen stets nahe der Aktion, sodass ihr nie den Anschluss verliert. Dieser Aspekt kommt den kurzweiligen Rennen sehr zu Gute und sorgt dafür, dass ihr euch zu keinem Zeitpunkt vor dem Bildschirm langweilt.

Auch optisch kann sich “Onrush” sehen lassen und Licht- und Wettereffekte sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre, zudem liefert man euch eine breite Pallette an unterschiedlichen Rennstrecken. Neben den üblichen Rennstreckentypen, Waldabschnitte, felsige Wüsten oder urbane Gegenden, sorgen auch teilweise verrückte Map-Designs wie riesige Baustellen für Abwechslung und einige Abschnitte wirkten auf mich wie aus einer knallbunten Post-Apokalypse entnommen.

Darüber hinaus möchte ich noch die gelungene Akustik postiv erwähnen, denn die Soundeffekte, Motoren- und Umgebungsgeräusche klingen fantastisch und tragen ihren Teil zur Atmosphäre bei. Der Soundtrack dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen, welcher hauptsächlich aus Metal- und Punk-Songs besteht, wer jedoch Fan dieses Genre ist, wird sicherlich voll abrocken. Ich persönlich finde die Auswahl der Tracks völlig passend zum brachialen und aggresiven Geschehen auf der Rennstrecke.

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Über Egor Sommer (624 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

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