
Firewall Zero Hour – Das hat uns nicht gefallen
In meiner Laufbahn als Spieletester habe ich viele Spiele gesehen, auch Spiele die ein recht einfaches Spielprinzip haben. Ich persönlich habe mich nie mit Spielen wie Counterstrike oder Overwatch anfreunden können. Das liegt natürlich auch daran das man als Spieletester nur wenig Zeit hat sich auf ein Spiel einzulassen und sich schnell eine Meinung bilden muss. Der klassische Gamer spielt diese Spiele wesentlich länger, hat Zeit sich daran zu gewöhnen, zu üben, zu trainieren. Das klappt bei uns natürlich in der Regel nicht, was natürlich dazu führt das ich nicht besonders gut in solchen Spielen bin. Ich selbst bin auf ein gutes Matchmaking und ein gutes Balancing der Spiele angewiesen. Leider muss ich sagen das ich nicht das Gefühl hatte das hier ein effizientes Matchmaking passiert.
Hinzu kommt die Tatsache das Firewall Zero Hour ein Singleplayermodus fast komplett fehlt. Wir können Missionen alleine gegen Bots spielen. Dabei müssen wir aber damit rechnen das die Gegner in großem Mengen respawnen, was im klassischen Gameplay nicht der Fall ist. Sind wir tot respawnen wir nicht. Das kann vor allem in den Bot Missionen schnell zu Munitionsproblemen führen, Probleme die wir im klassischen Gameplay eher weniger erleben.

Im Spiel muss man sich sehr gut verständigen. Das führt natürlich sehr schnell zu großen Problemen, denn es fehlen hier grundlegende Optionen, wie in sehr vielen Spielen dieser Art. Ich frage mich bis heute wo das Problem ist, warum Hersteller keine Profilotionen ins Matchmaking mit einbeziehen. Eine Skillwertung, bezogen auf die Überlebenszeit und die Ergebnisse In-Game und vor allem eine Sprachoption. Wie soll ich mich als Spieler mit einer Random-Gruppe verständigen wenn keiner meiner Sprache spricht!? Eine einfache Frage die irgendwie in nahezu jedem kooperativen Spiel zum tragen kommt. Manche Spiele lösen das in dem es garkeinen In-game Chat gibt, aber wenn man sich verständigen muss sollte man sich auch verstehen. Eine einschränkung in der Spielersuche nach gesprochener Sprache… was ist daran so schwer?
Ebenfalls ist es der fehlende Singleplayermodus. Warum?
Ein einfacher Wunsch der einfach zu beantworten gewesen wäre! Gerade die Tatsache das PSVR eine vergleichweise geringe Kundenzahl anspricht sollte einem Hersteller doch klar machen das man sich davon nicht noch 50% vergault, nur weil das Spiel nicht alleine, oder nur sehr eingeschränkt spielbar ist, das leuchtet mir irgendwie nicht ein.

Das einbinden eines Storymodus, alleine und sogar kooperativ hätte sich nicht wirklich so schwer dargestellt. Es gibt eine nette Auswahl an Maps, es gibt gute Bots, ein paar Sprachfiles, ein bisschen die Maps zusammengeschnipselt und ein paar Sprachfiles und schon hätten wir einen Storymodus gehabt. Wenn man den Anspruch hat das ganze attraktiver zu gestalten formt man Zwischensequenzen mit der In-Game Engine und gibt am Ende der Zwischensequenz das Spiel für den Spieler frei. Technisch wäre das kein großes Problem gewesen, aber auf diese Art und Weise ist Firewall Zero Hour lediglich mit einem Trainingsmodus ausgestattet.
Hier verpasst Sony meiner Meinung nach auch die Chance weitere Storystränge als DLC nachzureichen. Mit einem 60-120 Minuten langen Storystrang und neuen Locations ließe sich sicherlich nochmal 5-10 Euro kassieren, von mir aus auch ein Season Pass, aber das man Firewall Zero Hour im Prinzip lediglich als Counterstrike Go in VR ausformt finden wir sehr schade.

Das sieht schon krass aus – vor allem als VR Spiel…ich denke da kann man sich auf ein sehr starkes Spiel freuen. Ob man es dann wirklich als das Counter Strike der Konsolen bewerten kann muss abgewartet werden. Sieht aber wirklich cool aus. Danke für den Beitrag.
Hi Jens, gerne, aber vielleicht solltest du den Artikel mal lesen, ich glaube irgendwie ist da was an dir vorbeigegangen!? Trotzdem freut es mich das dir unser Artikel gefallen hat…
…allerdings können wir hier keine Backlinks zu fragwürdigen Kreditseiten veröffentlichen. Sorry aber dein Link wurde natürlich entfernt.
Gruß Frank