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Skyhill im Test – Hotel des Grauens

Schon 2015 veröffentlichten Publisher Daedalic Entertainment und Entwickler Mandragora Games das Survival-Rollenspiel “Skyhill”, welches mit einem ganz besonderem Konzept punkten sollte, für den PC. Die Rechnung ging jedoch nicht ganz auf, wenn man sich den Metascore von gerade einmal 63% ansieht. In “Skyhill” schlüpfen die Spieler in die Rolle eines Geschäftsmannes, der einen Atomaren Anschlag entgangen ist und sich durch die 100 Stockwerke eines Mutanten verseuchten Hotel kämpfen muss, um dem Horror-Hotel zu entkommen. Dabei setzt man auf ein Point & Click-Konzept, um sich im Hotel zu Recht zu finden und mixt das Ganze mit Survival- und Rollenspiel-Elementen. Aus der 2D-Perspektive seht ihr das Hotel im Querschnitt und bewegt euren Protagonisten durch die engen Gänge des gefährlichen Hotels. 2016 wurde der Titel schließlich auch für iOS und Android portiert und am 24. Oktober 2018 hat der Titel nun seinen Weg auf die Konsolen Playstation 4 und Xbox One gefunden. Wir haben die Playstation 4 Version testen dürfen und verraten euch, wie sich das Spiel auf der Sony Konsole schlägt.

Titel: Skyhill / Genre: Adventure, Survival, RPG / Publisher: Daedalic Entertainment / Systeme: Playstation 4, Xbox One / Release: 24.10.2018

Aus einer typischen Geschäftsreise wird plötzlich ein Horror-Trip der besonderen art. In “Skyhill” erwachen wir in der VIP Lounge eines hundertstöckigen Hotels namens Skyhill nachdem ein atomarer Anschlag die Stadt verwüstet hat. Was dieser Anschlag zu bedeuten hat oder welche verheerenden Schäden dieser angerichtet hat, kennen wir zunächst nicht, da wir diesen völlig unbeschadet in dem wohlbehüteten Wolkenkratzer überlebt haben, doch unheimliche Geräusche vor unserer Hoteltür verheißen nichts Gutes. So lange wie nur möglich haben wir uns im Hotelzimmer verschanzt, doch langsam treibt uns der Hunger vor die Tür, wenn wir nicht verhungern wollen, dann müssen wir hier raus. Also beginnen wir mit der Erkundung des Hotels.

“Skyhill” ist nicht nur im Hinblick auf Grafik, sondern auch auf Gameplay ziemlich schlicht gehalten. Aus der 2D-Perspektive blicken wir im Querschnitt auf das Hotel und manövrieren unseren Protagonisten in alter Point & Click-Manier durch die einzelnen Räume. Dabei wählen wir zunächst einen Raum aus, den wir als nächstes erforschen wollen und bewegen den Helden mit einen Tastendruck zum gewünschten Zimmer. Dort können dann einige Schubladen oder andere Objekte nach wichtigem Loot durchsucht werden und ab geht´s in den nächsten Raum. Jede Bewegung zerrt an unserer kraft und kostet uns einen Hungerpunkt. Auf jedem Stockwerk finden wir genau zwei Räume zum durchsuchen vor und ein Treppenhaus, so kostet uns jede Etage, sofern wir alle Räume versuchen nach Essen, Medikamenten, Waffen oder Rohstoffen zu durchsuchen, exakt 5 Punkte auf der Hunger-Skala. Dementsprechend müssen wir unsere Hungerleiste genau im Blick behalten, denn ist diese erst einmal auf 0 gesunken, zehrt der Hunger an unseren Lebenspunkten.

Doch nicht nur der Hunger macht uns in dem grausigen Hotel zu schaffen, auch fiese Mutanten wollen uns ans Leder. Zum Glück können wir uns in dem Hotel mit reichlich Waffen eindecken und uns zur Wehr setzen. Zudem können wir in der VIP Lounge Gegenstände herstellen, um uns aus den erbeuteten Rohstoffen Waffen, Medikamente, Essen, andere nützliche Rohstoffe basteln und sogar unsere Werkbank, Küche, Bett und Tür verbessern, um bessere Gegenstände herstellen zu können.  Als Abkürzung zum VIP Zimmer dient euch ein Fahrstuhl, der nicht von jedem Stockwerk erreichbar ist und zunächst alle zehn Stockwerke nach einer Reparatur schreit.

Das Kampfsystem wird in einem rundenbasierten Point & Click-Verfahren abgehalten, indem es uns nur gestattet ist eine angreifbare Fläche auszuwählen. Nach eurem Angriff ist folglich der Gegner dran. Taktik ist hier leider fehl am Platz. Wie effektiv wir unser Ziel treffen zeigt uns eine Schadensanzeige, die durch die jeweilige Waffe skaliert wird an. Zudem weist eine Prozentanzeige darauf hin, mit welcher Wahrscheinlichkeit wir treffen. Beide anzeigen werden durch die vier Charaktereigenschaften Stärke, Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Präzision skaliert. Nach jedem erfolgreichen Kampf erhaltet ihr Erfahrungspunkte und nach jedem Level Up könnt ihr bis zu vier Punkte einsetzen, um die jeweiligen Werte zu erhöhen.

Habt ihr es einmal geschafft euch durch die 100 Stockwerke zu kämpfen, dann schaltet ihr Vorteile für den nächsten Durchlauf frei, einen aktiven und einen passiven Vorteil. Bei den passiven Skills findet ihr zum Beispiel den Vorteil immer als erster in einem Kampf angreifen zu dürfen oder einen Zufallsgenerator, der eure Angriffen 1 bis 300 Prozent Schaden zufügen lässt. Bei den  aktiven Vorteilen wiederum stehen euch zum Beispiel eine Mystery-Box zur Verfügung, die nach Gebrauch ein zufälliges Ereignis auslöst, mal levelt ihr um mehrere Stufen, mal werdet ihr vergiftet oder aber auch komplett geheilt oder ihr wählt den Vorteil Amnesie, durch dessen Verwendung ihr plötzlich irgendwo im Hotel zu euch kommt, ohne zu wissen wie ihr dahin gelangt seid. Als ich Amnesie angewandt habe, hat es mich von Stockwerk 93 zu 45 katapultiert, dass die Gegner mit jedem tieferem Stockwerk immer gefährlicher werden sollte jedem klar sein und so war mein Spielerlebnis schon nach wenigen Minuten vorbei, denn zurück kam ich nicht mehr.

Überhaupt stellt sich nach einer kurzen Spielzeit eine Monotonie  ein und ihr glaubt bereits alles gesehen und erlebt zu haben. Darüber helfen auch nicht die drei alternativen Enden zum freischalten hinweg. Bei jedem Durchlauf werden die Räume des Hotels zufallsgeneriert zusammengesetzt, um euch ein wenig Abwechslung in ein sonst sehr karges Spiel zu bringen, wirklich geholfen hat es jedoch nicht. Dafür ist das Gameplay einfach zu monoton. Stockwerk für Stockwerk arbeitet ihr euch durch ein und dasselbe Schema. Zimmer rechts durchsuchen, Zimmer links durchsuchen, ab ins nächste Stockwerk, Zimmer links durchsuchen, Zimmer rechts durchsuchen, hier und da mal einen Mutanten verkloppen und weiter ins nächste Stockwerk und so weiter.

Fazit:

“Skyhill” ist ein Spiel für zwischendurch. Nur ein kleines Häppchen, welches man sich gönnen kann, aber nicht wirklich muss. Dem Spiel geht einfach viel zu schnell die Luft raus, da ihr immer und immer wieder das gleiche Schema wiederholt. Stockwerk um Stockwerk durchsucht ihr genau zwei Zimmer, dessen Design euch kaum in Erinnerung bleibt, da fast alles gleich aussieht. Zwar gibt es drei alternative Enden, die ihr freischalten könnt, doch diese trösten nicht über das langweilige Gameplay hinweg. Immerhin ist das Spiel sorgt die simple Steuerung und das Grundkonzept für einen einfachen Einstieg und auch das gelungene Balancing sorgt für Spielspaß, der jedoch schneller weg ist als die Installationsdauer an sich. Meiner Meinung nach ist es ein nettes Handyspielchen, welches eben auf so einem Gerät hätte bleiben können. Für knapp 20 Euro erhaltet ihr einen Mix aus Rollenspiel-,Survival- und Point & Click-Elementen, welche euch nicht wirklich lange bei der Stange halten werden.

Screenshots:

Über Egor Sommer (771 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

1 Kommentar zu Skyhill im Test – Hotel des Grauens

  1. Sabrina Schläger // 23. November 2018 um 00:02 //

    ohhh son Ratsch Batch Spiel ist net für mich, obwohl ich gern Shootere. Ich asse eigentlich Blutverschmiertes. Damit kann mein Kopf nicht umgehen. Aber die Story scheint exzellent zu sein.

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