PES 19 – Das hat uns nicht gefallen
Trotz zahlreicher Verbesserungen, einer 4K-Auflösung und HDR Unterstützung, sieht PES 19 zwar besser aber nicht überragend aus. Besonders Frisuren mit viel Haar sehen nicht sonderlich detailliert und etwas altbacken aus. Auch der visuelle Unterschied zwischen lizenzierten Athleten und den unter zu Hilfenahme des Editors erstellten Spielern ist so extrem, dass es teilweise hässlich wird, wenn sich auf dem Spielfeld eine lizenzierte Mannschaft und eine fiktive Mannschaft begegnen. Die erstellten Spieler kommen einfach nicht an den Detailgrad der realitätsnahen Fußballer ran, sie wirken viel zu plastisch und emotionslos, da können auch nicht die verbesserten Animationen drüber hinwegtäuschen.
Auch im Defensivspiel und an der KI muss Konami nochmal nachbessern. Teilweise hatte die KI heftige Aussetzer, sodass sich unsere Mitspieler oder gar Gegner nicht mehr aktiv am Spiel beteiligten. Sie blieben unvermittelt stehen, liefen sich nicht mehr frei oder ließen die gegnerischen Spieler ohne Gegenwehr zum Tor passieren. Doch auch die gegnerische Mannschaft leistete manches Mal gar keine Gegenwehr, sodass es ohne weiteres möglich war mit einem Verteidiger vom eigenen Strafraum zum gegnerischen durchzulaufen und sogar ohne weiteres ein Tor zu erzielen. Darüber hinaus leisteten sich selbst stärkere Mannschaften teils katastrophale Fehlpässe oder ließen sich unbedarft den Ball auf der letzten Position abnehmen.
Des Weiteren sind Marco Hagemann und Hansi Küpper erneut als deutsche Kommentatoren mit an Bord, doch leider geben sie größtenteils recycelte Sprüche aus dem Vorjahr zum Besten und geben das Spielgeschehen völlig falsch wieder. Deshalb empfehlen wir euch, „PES 2019“ auf den englischen Kommentar umzuschalten. Aber nicht nur die deutschen Kommentatoren stoßen einem übel auf, auch die eintönigen und nicht originalen Fangesänge (mit Ausnahme der Partnervereine), nerven nach einiger Zeit.

