Oculus – eine neue Spiele-Dimension?

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Oculus RiftWährend tausende deutsche Computerspiel-Fans auf die Gamescom 2015 in Köln warten, geht es den US-Amerikanern schon viel besser. Die Besucher der E3, der größten Spielemesse in Amerika, haben einiges geboten bekommen. So gab es unter anderem die neuesten Spieleankündigungen und erste Tests, wie zum Beispiel zum neuen Spielehit von EA Sports Fifa 16, in dem erstmals Frauenmannschaften den Einzug in die virtuelle Welt gefunden haben. Doch auch die Hardware Freaks kamen auf ihre Kosten.

So stellte sich Oculus VR vor, das Vorreiter in eine völlig neue Spielewelt werden möchte. Das Unternehmen stellte sein neu entwickeltes Oculus Rift vor, das im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll.  Es ist ein Head-Mounted Display mit besonders großem Sichtfeld und besonders schnellen Bewegungssensoren. Auf Deutsch: Der Spieler ist im Spiel und nicht nur vor einem Bildschirm.

Die Geschichte der Oculus Rift beginnt mit einer Kickstarter-Kampagne. Ab dem 1. August 2012 wurde auf der Crowdfunding-Plattform für die neuartige Virtual-Reality-Brille und eine finanzielle Unterstützung dieser geworben. Angepeilt waren 250.000 US-Dollar, die Aktion schloss am Ende aber mit über 2.400.000 Dollar und erreichte damit das 10-fache des geplanten Betrages.

Das ganze klingt natürlich noch ganz schön nach Zukunft, doch laut dem Hersteller soll bereits im kommenden Jahr eine handelsübliche Version in den Verkauf gehen. Dass sie es ernst meinen, zeigt auch die Kooperation mit Microsoft.  Im Lieferumfang der Oculus-Brille ist ein kabelloser Xbox-One-Controller enthalten. Des Weiteren hat Microsoft sein neuestes Betriebssystem, Windows 10, mit einer direkten Treiber-Unterstützung speziell auf die Oculus angepasst. Darin ist auch die kommende Grafikschnittstelle DirectX 12 enthalten. Und als fetten Bonus sollen Xbox-One Zocker durch Windows 10 die Spiele direkt auf das Oculus streamen können.

Wie dem auch sei, die ersten Spiele für Oculus wurden bereits angeteasert:

Die komplette Gaming-Branche könnte mit dieser neuen Technik einen Boost erleben. Es verbindet Real Live Elemente mit der virtuellen Welt. So könnte man zum Beispiel beim Pokern mit seinen Freunden an einem Tisch sitzen. Die Karten werden virtuell gedealt und so braucht man keinen eigenen Kartengeber mehr, das oftmals sehr lästig war. Flop, Turn und River werden dann virtuell gedealt aber aufgrund der Brille kann man immer noch seine Gegner sehen und so vielleicht besser erahnen, ob diese nun einen Bluff spielen oder doch den Royal Flush auf der Hand haben.

Doch nicht nur Microsoft ist im Poker um die neue Gaming-Experience eingestiegen. Mitstreiter Sony will sich mit dem „Project Morpheus“ durchsetzen. Die PS4 Cyberbrille soll ebenfalls 2016 auf den Markt kommen. Die neueste Version soll 120 Bilder pro Sekunde liefern. Zum Einsatz kommen hier zwei Playstation Move Controller.

Preise sind allerdings noch nicht bekannt. Bisher vermutet man einen Spielraum zwischen 200-500€, was als durchaus erschwinglich zu betrachten ist. Wie so oft ist die neue Welt erst der Anfang eines neuen Spieleerlebnisses. Insofern kann man damit rechnen, dass es sicherlich sehr cool ist, mit einer Oculus Brille die Spielewelt neu zu erleben. Dennoch wird auch hier sicherlich noch Jahre an vielen Details gearbeitet, um das Erlebnis noch näher an den Mann zu bringen. Bis man eigens entwickelte Holodecks  gebrauchen kann, werden wohl doch noch hundert Jahre vergehen. Vielleicht ist bis dahin auch ein Android namens Data in den unweiten des Weltalls unterwegs.

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