Die Sims 4: Hunde & Katzen-DLC im Test

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Im November 2017 bedachte Publisher Electronic Arts endlich die Konsolen Playstation 4 und Xbox One mit einer eigenen Version von “Die Sims 4”. Darauf haben die Fans nur drei Jahre warten müssen, denn so lange existierte bereits die PC Version. Wir hätten zwar, wie viele andere Fans sicherlich auch, lieber einen Nachfolger in Form eines “Sims 5” gesehen, doch wahre Fans sind auch mit kleinen Schrittchen in die richtige Richtung bereits zufrieden. Wem das Hauptspiel jedoch zu wenig Inhalt bietet, der freut sich sicherlich über das ein oder andere Add-On, welche EA nun nach und nach auch den Konsolenspielern zur Verfügung stellt. Wir durften uns ins vierbeinige Abenteuer Add-On “Die Sims 4: Hunde & Katzen” stürzen und verraten euch in unserem Test, welche Inhalte der kostenpflichtige DLC mit sich bringt. Alle die es ein wenig eilig haben finden unser Fazit ganz unten im Artikel.

Titel: Die Sims 4: Hunde & Katzen / Genre: Simulation / Publisher: Electronic Arts / Systeme: (PC), Playstation 4, Xbox One / Release: 31.07.2018

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https://youtu.be/5t-DsdaS3MY

OK, eins Vorweg, die Steuerung mit dem Controller ist immer noch totaler Mist und ich musste mich wirklich zusammen reißen, das Spiel nicht wieder bei Seite zu legen. Mit Maus und Tastatur macht der Titel deutlich mehr Spaß. Aber wer befürchtet, dass der DLC zu wenig Inhalt zu bieten hätte, den können wir zumindest in dieser Hinsicht ein wenig beruhigen, denn insgesamt bietet man euch 51 Katzen- und 125 Hundearten. Zudem stellt man euch einen erweiterten Sim-Editor zur Seite mit welchem ihr eure Katzen und Hunde nach Belieben gestalten könnt.

Wem die reinrassigen Arten zu langweilig sind, der hat auch die Möglichkeit zwei Rassen zu kreuzen und dabei sein einzigartiges Haustier herauszubekommen und das ist noch nicht alles. Auch bei der äußeren Gestaltung lässt man euch freie Hand und ihr könnt entscheiden ob eurer pelziger Begleiter eher kleine oder große Ohren haben soll, ob er ein buschiges oder eher glattes Fell haben soll und ob er Accessoires wie eine Schleife oder einen kompletten Overall tragen soll. Wer seine Kreativität noch intensiver ausleben möchte der wird sich über den Anstrichmodus freuen, denn hier könnt ihr wie in einem Bild-Editor euren Vierbeinern mit Pinsel, Pipette, Stempel und Radiergummi ans Fell. Dadurch lassen sich sogar absurde Kreationen erschaffen, wie zum Beispiel das beliebte Pokemon Pikachu, hierfür müsst ihr nur einem British Kurzhaar ein komplett gelbes Fell verpassen, die Ohren so weit wie’s geht verlängern und ihm zwei rote Kreise auf die Bäckchen drücken und voilá, schon habt ihr ein nahezu perfektes Pikachu in “Die Sims 4” erschaffen.

Hier stellt sich euch nur die hakelige Menü- und Cursor-Steuerung mit den Analogsticks in den Weg und lässt euer ganzes Vorhaben zur Geduldsprobe werden. Ihr werdet euch wohl oder übel damit abfinden müssen wiederholt den “Alles entfernen”-Button zu drücken, insbesondere wenn ihr auf eurem flauschigem Freund ein komplexes Fellmuster zu zaubern versucht.

Eure erstellten Vierbeiner könnt ihr zwar nicht wie eure Sims selbst steuern und ihnen Befehle erteilen, aber Dank dem erweiterten Sim-Editor könnt ihr diesen bestimmte Merkmale zuordnen, welche deren eigenständiges Verhalten bestimmen. Habt ihr zum Beispiel eurem Tier eine Prise Neugier verpasst, dann wird er auf eigene Faust die Umgebung erkunden, ein Abenteuer-frohes Tier büxt öfters Mal aus und ein verspielt schelmischer Charakter hampelt auf euren Möbeln herum. Hierdurch entstehen nicht selten lustige Situationen. Im Live-Modus kann eurer Sim dann schließlich mit dem Haustier interagieren und ihn streicheln, hochheben, zum Gassigehen ausführen und sogar erziehen. Zerstört eurer Vierbeiner gerade eure Einrichtung oder isst euch eurer Essen vom Tisch, dann könnt ihr mit ihm schimpfen, um dieses Fehlverhalten zu korrigieren.

Abseits der Möglichkeit sein ganz persönliches Haustier zu kreieren, ergänzt die Erweiterung das Sims Leben um einen komplett neuen Berufszweig und zwar den des Tierarztes. So könnt ihr eure eigene Tierklinik eröffnen und euren Sim zum Tierarzt werden lassen. Hierfür müsst ihr nur ein Grundstück im neuen Ort Brindleton Bay kaufen und im Baumodus eure Tierklinik hochziehen. Alternativ könnt ihr auch eure Tierklinik komplett möbliert kaufen, was natürlich nur mit dem nötigen Kleingeld möglich ist. Entweder ihr erarbeitet euch mühselig eure eigene Tierklinik oder ihr greift ganz leicht auf Cheats zurück. Wie diese Funktionieren verrät euch unser “Die Sims 4 – Cheats”-Artikel.

Hinzu kommt, dass ihr als euch Chefarzt nicht nur um verletzte und und Katzen kümmern müsst, sondern auch noch Personal einstellt und Geld investiert, um die Kunden zufrieden zu stellen. Somit wird eurer herkömmlicher Sims-Alltag um einen simplen jedoch motivierenden Management-Modus erweitert.

Fazit:

Ob sich der Preis von 39,99 Euro für die Erweiterung für “Die Sims 4: Hunde & Katzen” wirklich lohnen, muss jeder für sich selbst entscheiden, denn auch wenn der Umfang mit 51 Katzen- und 125 Hundearten, dem neuem Berufszweig des Tierarztes und dessen simplen Management Prinzips, der neuen Ortschaft Brindleton Bay, tierischen Outfits und neuen Einrichtungsgegenständen, Deko und Spielzeugen sind wir der Meinung, dass ein Preis von 19,99 Euro völlig ausreichend sei.

Natürlich punktet der DLC nicht nur mit dem extrem vielfältigen und detailverliebten Charakter-Editor, sondern vor allem auch durch die zahlreichen witzigen Situationen, die durch das selbstständige Verhalten der Vierbeiner verursacht werden. Es macht einfach Spaß den Tieren dabei zuzusehen was sie wohl als Nächstes anstellen werden.

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