Meldungen:

Ys VIII: Lacrimosa of Dana im Test – Gestrandet im JRPG-Paradies?

Ys VIII: Lacrimosa of Dana – Das hat uns gefallen

Ys VIII: Lacrimosa of Dana hat uns mit seinem Umfang und der ausufernden, aber stets spannenden Geschichte überrascht. Zudem konnte der Titel mit vielen modernen Spielmechaniken punkten, die wir dem Titel auf den ersten Blick nie zugetraut hätten. Anfangs ist die Story nichts besonderes und völlig vorhersehbar, denn ähnliches kennen wir bereits aus zahlreichen anderen Titeln. Der Titelheld befindet sich auf einem Passagierschiff, welches von einem Seeungeheuer zum kentern gebracht wird und strandet auf einer mysteriösen Insel, soweit nichts spektakuläres, doch im weiteren Verlauf, wird man mit einem Geisterschiff, prähistorischen Sauriern, einer verloren gegangenen Zivilisation, Zeitreisen und weiteren verrückten Ereignissen konfrontiert, die aufgezählt wenig Sinn ergeben mögen. Die Entwickler von Ys VIII schaffen es jedoch die vielfältigen Themen in ein zusammenhängendes Ganzes zu stricken und spannend zu erzählen, sodass wir bis zuletzt gebannt vor den Bildschirm gefesselt waren. 

Auch das einfache Kampfsystem in Echtzeit konnte uns über die meiste Zeit bei Laune halten, da man immer wieder neue Skills freischaltet, die bei Gebrauch aufleveln und bei Meisterung (Lvl. 3) weitere Skills freischalten. Ihr könnt im Verlauf der Geschichte auf insgesamt sechs spielbare Charaktere zurückgreifen, die ihr jeweils mit vier aktiven Skills ausrüsten könnt. Zudem könnt ihr den Angriffen der Gegner entweder ausweichen oder versuchen zu parieren. Schafft ihr es dem Angriff perfekt getimt auszuweichen, so verlangsamt sich die Zeit für einen kurzen Augenblick und ihr könnt dem Gegner mit schnelleren Angriffen zusetzen und wenn ihr den Angriff perfekt getimt pariert, so durchbrecht ihr für einen kurzen Augenblick die Verteidigung des Feindes und setzt diesen mit kritischen Treffern zu. Darüber hinaus weisen einige Feinde besondere Schwächen auf, dessen Verteidigung nur ein bestimmter Charakter zu durchbrechen vermag, so ist man auch gezwungen die anderen Charaktere zu spielen, was stets für eine erfrischende Dynamik im Kampf sorgt.

Während eures Abenteuers zählt es auch zu eurer Aufgabe nach Überlebenden zu suchen und eine Siedlung aufzubauen, dabei wird auch der Schwierigkeitsgrad reguliert, denn einige Bereiche lassen sich nur mit einer gewissen Anzahl an Überlebenden oder mit der richtigen Ausrüstung erreichen. So wird man in manchen gebiten auf trümmer treffen, die einem den Weg verpsrren und nur mit einer gewisen Anzahl an Siedlern beiseite geräumt werden können. Ranken wiederum lassen sich nur mit griffigen Handschuhen überwinden und man versinkt nicht mehr im Schlamm, wenn man die passenden Schuhe ausrüstet. Zudem bereichert beinahe jeder neue Überlebender eure Siedlung mit neuen Möglichkeiten, ein Arzt braut euch zum Beispiel Heilungs- oder Wiederbelebungstränke, eine Schmiedin verbessert eure Waffen oder erstellt für euch neue Rüstungen und eine Kauffrau tauscht mit euch sammelbare Gegenstände, die für die verbesserung oder Herstellung eurer Ausrüstung benötigt werden. Insgesamt könnt ihr 25 Überlebende auf der riesigen Insel retten, aber ihr könnt das Spiel auch mit weniger Siedlern durchspielen. Neben der Hauptgeschichte, könnt ihr auch zahlreiche Nebenaufgaben für die Überlebenden erledigen, die Siedlung vor Raubtierangriffen beschützen (Raids) oder Gebiete von Monstern säubern (Hunts). Zudem könnt ihr Fischen und Kochen, wobei die Kochgerichte euch beim Verzehr heilen und einen festgelegten Buff über Zeit gewähren, wie stärkere Angriffe oder Verteidigung.

Das Erkunden der Welt ist relativ simpel aber auch motivierend gestaltet, denn ein Blick auf die Gebietskarte zeigt uns stets in Prozent an, wieviel wir bereits entdeckt haben. Zudem wird auch die Anzahl an zu entdeckenden Schatztruhen direkt aufgezeigt, was dazu führte, dass wir jeden Winkel der Welt aufdecken wollten. Mit Hilfe von magischen Kristalle, welche an festen Punkten in der Welt platziert sind, ist eine Schnellreise möglich, was es ungemein erleichtert sich auf der riesigen Karte zu orientiren und auch den letzten Schatz zu entdecken. Auch das Speichersystem ist positiv hervor zu heben, da wir zu jeder Zeit und an jedem Ort manuell speichern können und das Spiel nach jedem Gebiet automatisch schnellspeichert. Zwischen den einzelnen Gebieten müsst ihr mit Ladezeiten rechnen, diese fielen jedoch so kurz aus, dass wir nicht mal die Möglichkeit hatten den obligatorischen Hinweis lesen zu können.

1 2 3 4 5

Über Egor Sommer (566 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: