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Yakuza Kiwami – Das Yakuza Urgestein im neuem Gewand im Test

Yakuza Kiwami – das hat uns gefallen

Am meisten gefällt uns der Aspekt, dass Sega nicht einfach die Franchise aufgegriffen hat und nur mit moderner HD Optik versehen hat. Das Spiel wurde von Grund auf in der Yakuza 0 verwendeten Grafik Engine neu aufgebaut und erweitert. So haben die Entwickler nicht nur die japanische Vertonung komplett neu aufgenommen, sondern haben auch das komplette Kampfsystem an Yakuza 0 angepasst, neue Nebenmissionen hinzugefügt, rund 30 Minuten an Cutscenes drauf gepackt und Majima eine größere Rolle zugesprochen. So wird Majima, der Erzrivale, uns des öfteren mal willkürlich über den Weg laufen und und zu einem Kampf herausfordern. Die Story ist nicht sehr originell, jedoch sind die Charaktere super Inszensiert und agieren stets nachvollziehbar. Trotz der Ernsthaftigkeit der Thematik und der Brutalität die mit einer Unterweltgeschichte einhergeht, schafft es Yakuza auch abstruse und urkomische Situationen zu erzählen. Nicht nur die Zahlreichen Mini-Spiele, wie das auf Stein-Schere-Papier basierende Kartenspiel Mesuking, regen ein schmunzeln auf unseren Gesichtern. Im erwähnten Mesuking sammeln wir Karten leicht bekleideter Damen in Insektenköstümen, suchen wir uns in der Sega Arcade Spielhalle unseren Kontrahenten aus, dann steigen wir in den Ring oder besser gesagt die leicht bekleideten Damen auf den Karten, werden in 3D in eine Arena transferiert und ringen gegeneinander. Während die Animationen auf dem Bildschirm ablaufen, haben wir zehn sekunden Zeit uns für Stein, Schere oder Papier zu entscheiden und das war es auch schon, das ganze dauert etwas drei bis vier runden und schon steht der Sieger fest. Darüber hinaus freut uns die Tatsache, dass die Nebenmissionen zwar kurz aber sehr unterhaltsam sind. Meistens sind die Nebenmissionen bereits nach einem kurzem Kampf auch wieder abgeschlossen, aber dennoch schaffen es diese eine zu der Welt passende Geschichte zu erzählen.

Yakuzas Geschichte spielt sich in dem fiktiven Stadtteil Kamurocho ab, welcher dem originalen Stadtteil Kabukichō und Rotlichtviertel Tokios im Bezirk Shinjuku nachempfunden ist. Das Highlight des Spiels ist die komplett überarbeitete Grafik. Vergleicht man die Urfassung auf der PS2 und der PS4, so werden die Unterschiede ganz deutlich. Verschwunden sind die matschigen Texturen von damals, wo man die Augen zukneifen musste, um Gesichter besser erkennen zu können. Auf der Playstation 4 zeigen sich nicht nur Gesichter, sondern ganz Kamarocho in einem neuem Glanz und Detailschärfe. Das Spiel kommt mit einer 1080p Auflösung und geschmeidigen 60 Fps daher. Darüber hinaus sind die nervigen Ladesequenzen von damals beinahe komplett verschwunden, so gehen Kämpfe und Ortswechsel beinahe nahtlos ineinander über. Darüber hinaus wurde Kiryu mit vier verschiedenen Kampfstilen ausgestattet, zwischen denen wir mitten im Kampf hin und her switchen können. Wir können den Rush-, Brawler-, Beast- oder Dragon-Kampfstil wählen und uns so den Gegnern Einheitzen. Der Rush-Kampfstil ist ein schneller und wendiger Stil, welcher jedoch weniger Schaden verursacht und Gegenstände lassen sich auch nicht aufnehmen. Der Brwaler-Kampfstil ist Kiryus üblicher und ausbalancierter Stil. Im Beast-Kampfstil verursacht Kiryu mehr schaden, ist jedoch nicht mehr so wendig und ganz neu wurde der Dragon-Kampfstil eingeführt, welcher den ultimativen Kampfstil darstellt, jedoch zu Beginn des Spiels völlig unbrauchbar ist, da Kiryu im Gefängis ein wenig eingerostet ist. Die Fähigkeiten des Dragon-Stils lassen sich nur durch Kämpfe mit Majima und einem alten Kampfmeister, welchen wir im Park antreffen freischalten, bis wir also den Dragon-Kampfstil vernünftig beherrschen vergeht etwas Zeit im Spiel. Die reine Story Kampagne wird euch in etwa 18 Stunden beschäftigen und wer sich mit allen Nebenmissionen und den zahlreichen anderen Aktivitäten begnügt, wie Billiard, Dart, Bowling, Karaoke, Hostess Dating und noch vieles mehr, der wird ganz schnell auf eine Spielzeit von 40-50 Stunden kommen.

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Über Egor Sommer (398 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

2 Kommentare zu Yakuza Kiwami – Das Yakuza Urgestein im neuem Gewand im Test

  1. Yakuza Kiwami ist großartig, bei so alten Spielen freue ich mich immer über ein neues Gewand. Warte immer noch auf ein Onimusha Remastered. Ich würde an deiner Stelle aber mit Yakuza 0 (Zero) anfangen, das spielt ganze 7 Jahre vor Yakuza Kiwami.

  2. Hört sich für mich nach einem gelungenen Remake an, ich verstehe ja das ganze geschreie um die Remakes sowieso nicht, diejenigen die sie nicht haben wollen, sollen sie halt nicht kaufen! Ich finds gut und werde mir den Neuanfang von Yakuza sicherlich reinziehen, ich habe nie mit der Serie angefangen, also ist jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt! Basta!

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