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Trulon: The Shadow Engine – Karten auf den Tisch, hier ist unser Test


Trulon: The Shadow Engine – Das hat uns nicht gefallen

Ich fange am besten mal mit dem „innovativen und einzigartigen“ Kampfsystem an, denn in Trulon führt ihr eure rundenbasierten Angriffe nicht wie in anderen JRPGs über eine Befehlsleiste aus, sondern wählt aus über 50 unterschiedlichen Karten, welche ihr im Laufe des Spiels ansammelt, euren nächsten Schritt aus. Dabei können die Karten auch einen passiven Effekt auf die Charaktere haben. Anfangs gestalten sich die Kämpfe noch spannend, weil es ein neues System ist, doch nach einer Stunde wählt man gelangweilt eine Karte nach der anderen aus und überspringt die Kampfanimationen, da diese immer gleich ausfallen und unterschiedliche Karten keinen Einfluss auf die Animationen haben.

Die Story ist unterdurchschnittlich schlecht inszeniert und kennt weder großartige Wendungen noch Tiefgang. Die Charaktere bleiben uninteressant und bleiben komplett blass, ohne eine Weiterentwicklung im Verlauf der Story zu durchleben. Zudem sind die Dialoge auf kindlichem Niveau, als Gladia ihrem Vater zum Beispiel erörtert, dass sie sich ins feindlich gesinnte Königreich Maelon begibt, um die Ursache für die unerklärliche Krankheit zu finden, lässt dieser sie ohne jegliche Einwende gehen, fehlte nur noch, dass er ihr viel Spaß dabei wünscht.

Darüber hinaus haben sich die Entwickler keine Mühe mit dem Feinschliff gegeben, anders sind die unzähligen Bugs einfach nicht zu erklären. Beim ersten Spieldurchlauf konnten wir bereits nach zwei Stunden Spielzeit das Handtuch werfen und ein ärgerlicher Bug verweigerte uns jeglichen Fortschritt in der Hauptquest, auch ein mehrmaliges Neuladen brachte keinen Erfolg. Im zweiten Anlauf konnten Nebenaufgaben nicht erledigt werden, so konnten wir einen Boss nicht besiegen, da nur die Anfangsanimation eines Kampfes gestartet wurde und wir keine Karten zum Angriff auswählen konnten. Auch Glitches waren mit von der Partie und erlaubten es uns durch Fässer oder Passanten zu gehen.

Apropos Passanten, die Bewohner der Welt sind so faul designet, dass wir alle paar Meter immer demselben Menschen über den Weg laufen. Selbst bei einer kleinen Stadt mit nur knapp 15 Bewohnern auf der Straße sehen nur fünf von ihnen unterschiedlich auf, die Entwickler haben sich manches Mal nicht einmal die Mühe gemacht die Farben der Kleidung anders zu Gestalten und einfach denselben Skin eingesetzt.

Nebenaufgaben sind ziemlich simpel gehalten, denn diese bestehen aus kurzen Botengängen von A nach B und trage euch auf mehrere Gegenstände in einem kleinen Gebiet zu finden. Abwechslung und Erkundung werden in Trulon überbewertet. Zudem ist die Spieldauer mit knappen sechs Stunden Spielzeit einfach zu kurz, wenn man es denn überhaupt durchspielen kann und ein Bug dies nicht verhindert.

Die Menüführung ist ebenfalls etwas seltsam und bedarf einiges an Zeit um dahinter zu kommen. So habt ihr rechts Reiter für Ausrüstungsgegenstände, Kartendeck, Questbuch etc. und auf der linken Seite Reiter für die jeweiligen Charaktere. Nun könnt ihr nur mit den hinteren Tasten L1 und L2 die Charaktere durchschalten oder die unterschiedlichen Reiter auf der rechten Seite mit den Tasten R1 und R2 wechseln, das führte bei mir für ein wenig Verwirrung. Warum kann ich mich nicht wie in anderen Spielen mit dem Steuerkreuz durchs Menü manövrieren?

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Über Egor Sommer (411 Artikel)

Egor ist ein leidenschaftlicher „Zocker“ und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

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