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Torment: Tides of Numenera im Test

Torment: Tides of Numenera – Das hat nicht uns gefallen

Eins Vorweg, Torment: Tides of Numenera ist nicht ganz das Spiel geworden, welches InXile Entertainment im Jahre 2013 in der Kickstarter Kampagne beworben hat und einige erreichte „Stretch Goals“ haben es im Laufe der Entwicklung leider doch nicht mehr ins Spiel geschafft. Im fertigen Spiel fehlen einige zuvor angekündigte Begleiter und die Stadt „Oasis“ fällt kleiner aus, jedoch wird das Spiel nach Erscheinen weiterhin unterstützt und die Entwickler versprechen, dass alle kommenden Erweiterungen für die Unterstützer der Kickstarter Kampagne kostenlos zur Verfügung stehen werden. Unser größter Kritikpunkt betrifft die vielen und viel zu langen Ladezeiten des Spiels, diese dauern mindestens eine halbe Minute können aber auch schon mal bis zu eineinhalb Minuten dauern. Wir hoffen sehr, dass die Entwickler dies mit künftigen Patches verbessern können. Im jetzigen Zustand (Vers 1.01) waren diese vor allem dann sehr störend, wenn man beim Blick ins Tagebuch entdeckt, dass sich eine Aufgabe im vorherigen Bereich hätte erledigt werden können oder man zwei Bereiche durchqueren muss um die nächste Aufgabe in Angriff nehmen zu können. Ihr werdet das Tagebuch des Öfteren gebrauchen, als ihr es möglicherweise aus anderen Spielen gewohnt seid, denn Torment: Tides of Numenera nimmt euch nicht an die Hand und leitet euch nicht durch einen Pfeil oder setzt eine Markierung auf der Karte. Alle nötigen Hinweise auf eure Aufgabe findet ihr in eurem Tagebuch und auch die Karte müsst ihr des Öfteren öffnen, um zu erfahren welche Tür euch in welchen Bereich führt. Dies kann man sowohl Positiv als auch negativ betrachten, durch diese Mechanik werdet ihr verleitet die Welt mehr zu erkunden und nach Hinweisen zu suchen, aber es erfordert auch Geduld und Zeit sich immer wieder durch die Tagebucheinträge zu suchen. Im Spiel wurden leider nicht alle Passagen vertont und so hört ihr nur selten die englische Synchronspur, ihr müsst euch damit abfinden alles in Torment: Tides of Numenera lesen zu müssen.

Die Steuerung ist leider auch alles andere als perfekt und reagiert ein wenig träge, es kann schon mal einige Zeit dauern bis eure Eingabe der X-Taste im Spiel umgesetzt wird. Die Steuerung ist eher für Maus und Tastatur konzipiert. Die Kameraperspektive ist leider fix und erlaubt keine Schwenker nach links oder rechts, wir können nur heran- oder herauszoomen und überblicken nicht auf den ersten Blick das ganze Szenario. Die Kamera bewegt sich erst mit der Bewegung des Protagonisten, er ist der Mittelpunkt der fixen Kamera. Darüber hinaus erlebten wir einige ruckler auf der PS4 Pro, diese waren meist kurz nach den Ladezeiten fest zu stellen. Schade ist auch, dass einige Animationen für Tätigkeiten der Bewohner nicht umgesetzt wurden und nur aus der Beschreibung hervorgingen. So heißt es in einer Passage, dass ein Verkäufer nicht auf euch achten und an einem Tisch hektisch wühlen würde, auf dem Bildschirm stand der Händler jedoch etwas wippend starr da und schaute in die Richtung des Protagonisten. Auch gewisse Äußerlichkeiten einiger Wesen werden erst aus der Beschreibung erkennbar und so müssen wir unsere Fantasie bemühen, denn diese sehen der menschlichen Rasse sehr ähnlich. Es gibt aber auch zum Glück einige Wesen, die sich deutlich von der menschlichen Form unterscheiden. Beim Erkunden der Welt können wir auch Objekte untersuchen und es öffnet sich ein Fenster mit näheren Informationen hierzu, leider sind diese Fenster so unglücklich platziert, dass man die Infos nicht komplett lesen kann auch wenn man komplett herauszoomt. Der obere oder untere Bildschirmrand verdeckt den ersten oder letzten Satz der Information. Es geschah auch einige Male, dass sich solche Fenster beim Wechsel des Bereichs nicht mehr schlossen und den Bildschirm verdeckten, ein erneutes Laden des Spielstandes konnte keine Abhilfe schaffen, jedoch stellten wir fest, dass sich das Problem durch erneutes untersuchen eines zufälligen Objektes im aktuellen Bereich lösen konnte. 

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Über Egor Sommer (353 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^
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