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Star Wars Battlefront 2 im Test – Aufreger oder Schund?

Star Wars Battlefront 2 – Die Diskussion zuerst

Es führt natürlich kein Weg daran vorbei das wir uns nun mit der Diskussion um In-Game Käufe und Mikrotransaktionen, Pay to Win und ähnlichem beschäftigen müssen. An dieser Stelle müssen wir einige Punkte aufgreifen. So zum Beispiel den nachvollziehbaren Preispunkt. Natürlich sind die Kosten für die Produktion eines Videospieles stark angestiegen. Schaut man sich zum Beispiel den Unterschied zwischen Tomb Raider 1 und Tomb Raider Definitive Edition mal an, dann wird man die Unterschiede schnell feststellen. Wir erwähnen hier absichtlich ein Konkurrenzprodukt aus einer anderen Firma.

Die Produktion des ersten Lara Croft Abenteuers wurde von 6 Mann in 3 Jahren bewerkstelligt, super Leistung, ganz ehrlich! Tomb Raider Definitve Edition hat 5-6 Jahre Entwicklungszeit benötigt und es waren rund 200-250 Mitarbeiter alleine nur mit diesem Projekt beschäftigt. Alleine diese Dimensionen muss man betrachten wenn man bedenkt das Tomb Raider im Erscheinungsjahr mit 129,90,- DM released worden ist, was umgerechnet (1,95583 DM = 1 Euro) 66,42 Euro entspricht. Spiele brauchen heutzutage also mehr Entwicklungszeit, beschäftigen immer mehr Menschen und kosten immer noch das gleiche wie vor 20 Jahren. Sicherlich ist das ein Grund warum Hersteller versuchen andere Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. Soweit zum Verständnis Pro Mikrotransaktionen.

Generell muss man aber auch dazu sagen das Mikrotransaktionen deshalb immer noch optional bleiben müssen. Wir sind vollkommen einverstanden damit wenn ein Spiel kosmetische Items verkauft, wie optische Tarnungen, Rüstungsshader, Waffenskins und so weiter. Unserer Meinung nach hätte man seitens EA auch verschiedene Schiffe einbauen können, die man individuell kaufen kann, die aber auf der Basis bestehender Schiffe erstellt wurden. Wer zum Beispiel einen schwarzen X-Wing kaufen will, in der Farbe der Tie-Fighter, der soll ruhig 2,99,- oder 3,99,- auf den Tisch legen. Wer seinem Storm Trooper einen Umhang mit Clansymbol verpassen möchte, warum nicht!? Der AT-AT mit individueller Lackierung, mein Gott, wenns denn sein muss bitte. Individuelle Visiere für Waffen, Waffenskins, verschiedene Charakterskins, die unterschiedlichste Rassen in den Reihen der Rebellen zulassen. Warum soll man keinen Ganglien spielen dürfen, selbst Jar-Jar-Binks hat seine Fans. Die Chance In-Game Credits mit Geld zu kaufen, wer zum Beispiel einen Charakter freischalten will, der kann den freispielen, aktuell dauert das bei einem durchschnittlichen Spieler etwa 8-10 Stunden, was durchaus in Ordnung ist, wers abkürzen will kann dafür zahlen, warum auch nicht.

EA hat in Star Wars Battlefront aber lieber ein Lootbox System eingebaut das aufgrund von 3 Punkten so nicht ging. Erstens konnte man sich damit Vorteile erkaufen, zweitens waren die Vorteile sehr schlecht durchdacht, so waren einige Updates zum Beispiel bis zu 30% stärker als jeder andere Charakter und drittens war es Glücksspiel. In unseren Augen sind Lootboxen immer Glücksspiel. Mit dieser Meinung machen wir uns zwar keine Freunde in Reihen der Publisher, aber wir bleiben hier bei einer ganz einfachen Meinung: Wir wollen nicht für Geld Spielinhalte erwerben die uns einen unfairen Vorteil verschaffen, das geht garnicht.

Gerade für uns als Presse ist das total unfair. Ihr als unsere Leser und Fans lasst euch auf Spiele wie The Division, Destiny oder Star Wars Battlefront oder Fifa ein und spielt diese Spiele zwischen 6 Monaten und 3-4 Jahren. In dem Fall ist das super, aber wir als Presse haben in der Regel wenige Stunden Zeit ein Spiel zu beurteilen. Es macht natürlich keine Laune wenn wir in ein Spiel einsteigen und sofort massenweise im Multiplayer den Hinter versohlt bekommen weil 60% aller Spieler viel Geld investiert haben um Vorteile zu kaufen. Wenn jemand 30% stärker ist als ich habe ich auch mit dem besten Skill so gut wie keine Chance mehr. Entsprechend frustrierend ist das Spielerlebnis. Gut das könnte man abhacken aber da wir in der Regel im Monat einiges an Spielen bekommen nervt sowas auf Dauer. Ich denke das ist einer der Gründe warum viele Kollegen so Sturm gegen In-Game Transaktionen laufen und ihre Professionalität vergessen. Natürlich suchen Hersteller nach Möglichkeiten Geld aus ihren Spielen zu holen, nur leider hat EA an dieser Stelle den Fehler gemacht ein Pay-2-Win Spiel anzubieten anstatt einfach Inhalte zum Kauf anzubieten.

Das ein Spiel im Nachhinein noch angepasst, besser ausgeglichen wird ist heutzutage normal. Was aber nicht normal ist sind die aktuellen Hasstiraden bei denen sich die Menschen gegenseitig aufstacheln um ein Spiel zu haten, denn unser Ergebnis zu Star Wars Battlefront wird euch vielleicht überraschen.

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Über Frank Ludwig (2404 Artikel)

Frank zockt seit er denken kann und lebt für seine Hobbies. Als Hobbyautor, Webmaster, CEO und Mädchen für alles weiß er viel, aber nicht alles. Was immer ihr wissen wollt, sucht oder braucht, Frank hat eine Lösung für euch, und wenn er die Antwort bei seinen zuverlässigen Kollegen suchen muss ;-)

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