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Persona 5 – Das JRPG im Test

Persona 5 – Das hat uns gefallen

Persona 5 ist sehr einsteigerfreundlich und für jedermann geeignet, selbst wenn man noch nie mit einem Teil der Serie in Berührung kam, weiß man sofort was los ist. Die Entwickler haben verdammt gute Arbeit geleistet den Spieler langsam in die Welt von Persona 5 einzuführen und erklären vieles bis ins kleinste Detail. Sowohl Story- als auch Charaktertechnisch nimmt man sich Zeit und es fällt einem nicht schwer in die seltsame Welt einzutauchen. So werdet ihr euch auch nach 30 -40 Stunden Spielzeit mit der ein oder anderen neuen Fähigkeit konfrontiert sehen. Die Story von Persona 5 ist außerordentlich gut präsentiert und erzählt, zu keinem Zeitpunkt empfand ich Tiefpunkte. Die Handlungen der Charaktere sind stets nachvollziehbar und logisch. Wo ich gerade bei den Charakteren bin, diese reifen im Laufe des Spielverlaufs und bieten euch so einige Charakterzüge die euch selbst bekannt vorkommen werden, selbst mit den ein oder anderen Bösewicht wird man sich identifizieren können. Man wird von der Welt dermaßen in seinen Bann gezogen, dass es schwer fällt den Controller bei Seite zu legen um aufzuhören. Der gesamte Stil des Spiels weiß von Anfang an zu begeistern, sofern man Fan von Animes ist, denn das Spiel ist mehr Anime als alles andere. Das Design ist mit so viel Liebe zum Detail entstanden, dass man sich schon fast wie im realen Tokyo vorkommt. An jeder Ecke werden die aktuellen Themen und Geschehnisse der Welt von Passanten aufgegriffen und wir können diese belauschen wenn wir denn mehr erfahren möchten.

Das Gameplay lässt sich bei Persona 5 in zwei arten aufteilen, zum einen wäre da das typisch japanische Dating-Sim-System und zum anderen das typische JRPG mit dem bekannten Auswahlsystem (Angriff, Verteidigung, Magie, Item, usw). Es gibt unzählige Aktivitäten im Verlauf des Spiels zu entdecken und ihr schaltet sogar beim Lesen einiger Zeitschriften neue Schauplätze frei, welche wir für soziale Interaktionen mit den anderen Gruppenmitgliedern nutzen können. Wir können uns mit Freunden treffen, um unsere Freundschaften zu vertiefen oder aber auch Aktivitäten wählen, die unsere Eigenschaften, wie Charme, Intelligenz, Mut, Geschicklichkeit und Güte steigern, für das ein oder andere Ereignis müssen wir ein bestimmtes Level in der erforderten sozialen Eigenschaft erreicht haben. Wer sich keinen stress macht und das Spiel nimmt wie es kommt, der kann ebenfalls das gute Ende erreichen ohne jede Eigenschaft auf dem höchsten Level gebracht zu haben und sollte es nicht klappen, so stellen euch die Entwickler nach dem Durchgang einen New Game + Modus zur Verfügung.

Der sozialen Komponente im Spiel wird viel Wichtigkeit beigemessen, da diese unser Band zum jeweiligen Gruppenmitglied bzw. zum sozialen Umfeld stärken kann und uns gewisse Vorteile verschafft. Mit jeder Interaktion mit dem sozialen Umfeld, sei es der Betreuer, der uns einiges über Kaffee beibringt oder eine Ärztin, die an uns Medikamente austestet oder ein Gruppenmitglied, mit welchem wir einfach ein wenig zeit verbringen oder sogar auf ein Date einladen, steigen wir im Level des jeweiligen Bandes auf und erhalten so mehr Erfahrungspunktegewinn bei der Fusion bestimmter Persona-gruppen, oder schalten neue Fähigkeiten frei, die uns helfen neue Persona zu fangen oder erweitern unsere Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten. Ihr merkt schon, dass Persona 5 sehr komplex ist und als wäre das nicht genug werden euch auch noch zahlreiche Aktionen zum Zeitvertreib geboten, dass ihr manchmal das Gefühl habt erschlagen zu werden von den ganzen Freizeitaktivitäten. Doch bei all der Komplexität schafft es das Spiel trotzdem im Gameplay simpel zu bleiben. Der Grafikstil passt sich dem gewünschten Erscheinungsbild eines Animes an und ist eines der wenigen Titel, welches dieses Kunststück gelingt. Trotz mehrerer Ladesequenzen, vor betreten eines neuen Bezirks, eines Ladens oder ähnliches, fühlt ihr euch nie aus dem Geschehen herausgerissen, zum einen weil die Ladezeiten sehr kurzweilig sind und zum anderen von einer kleinen animation begleitet wird. Die Atmosphäre, der Soundtrack, der Grafikstil, das Design der Spielwelt, alles fügt sich dermaßen nahtlos zusammen, dass man aus dem staunen nicht herauskommt. Die animierten Zwischensequenzen können es locker mit teuren Animeserien aufnehmen und man freut sich jedesmal über eine freigeschaltete Sequenz, welche einen wichtigen punkt in der Geschichte unterstreicht.

Das Herzstück von Persona 5 ist die Vielfalt der Personas an sich, welche man sich im Verlauf des Spiels aneignet. Das System kann ein wenig mit der bekannten und beliebten Pokémon-Reihe verglichen werden, nur dass Personas (beschworene Dämonen) nicht wie im putzigen Monsterspiel eingefangen werden können, sondern davon überzeugt werden müssen sich euch anzuschließen. Dabei verfügen diese sogar über eine individuelle Persönlichkeit. Im rundenbasierten Kampf müssen wir die Schwachstelle unseres Feindes erst einmal herausfinden, dazu wird die Elementarmagie der verschiedenen Personas in unserem Besitz genutzt. Haben wir einen Schwachpunkt ausgemacht, wird dieser gezielt angegriffen, um den Gegner zu umstellen. Ist dieser umstellt haben wir die Möglichkeit ihn meist mit nur einem gemeinsamen Angriff direkt auszulöschen, wir können aber ganz normal wieder in den rundenbasierten Kampf zurückkehren oder wir starten eine Verhandlung. In der Verhandlung kann der Dämon um sein Leben betteln und kann wählen, ob er uns seine Macht leiht, uns mit Geld oder einem Item besticht. Sollten wir seine Macht haben wollen, so verwickelt uns die Persona in ein Gespräch und befragt uns nach unseren Vorlieben. Sollten ihm unsere Antworten gefallen, so schließt er sich uns an und wir können seine Macht bereits im nächsten Kampf einsetzen. Haben wir unseren Personalimit erreicht, so müssen wir in den Velvet Room, in welchem uns Igor die Möglichkeit gibt Personas zu fusionieren und noch stärkere Dämonen zu erschaffen. Doch wir können nicht zu mächtige Personas erschaffen, denn das Level des zu erschaffenden Dämonen darf nicht höher ausfallen als unser aktuelles Charakterlevel, damit die Spielbalance aufrecht erhalten wird.

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Über Egor Sommer (321 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

2 Kommentare zu Persona 5 – Das JRPG im Test

  1. Da Persona 5 eine eigenständige Geschichte erzählt und nicht an die Vorgänger anknüpft ist der Einstieg in die Serie perfekt gelungen. Man wird ganz behutsam in die Welt von Persona herangeführt. Wie ich bereits schrieb, ist das ein Pflichtkauf für jeden JRPG Fan. Die Themen sind zwar stets ernster Natur, doch trotzdem kommt der Humor nicht zu kurz.

  2. hmmm hört sich tatsächlich an das ich mir das Teil vielleicht auch mal zulegen sollte. Hatte P5 schon einige Male in der Hand, weil ich das Cover irgendwie genial finde, aber es dann doch nicht gekauft, weil gerade wie du sagst, der Einstieg in viele J-Games fällt sehr oft, sehr schwer, weil die Stories eben gut durchdacht und extrem umfangreich und tiefgründig sind. Es ist teilweise wirklich schwer da durchzublicken, dranzubleiben und/oder Quereinzusteigen…

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