Meldungen:

Kingdom Come Deliverance im Test – Technisch eine Zumutung, aber spielerisch ein Genuss

Das Mittelalter-Rollenspiel „Kingdom Come Deliverance“ hat eine turbulente Entwicklung hinter sich. Daniel Vávra hatte die Idee und entwickelte das Gesamtkonzept für das Spiel, doch in seinem ehemaligen Entwicklungsstudio 2K Czech konnte er keinen von dem Konzept überzeugen. So verließ er 2K Czech und gründete sein eigenes Entwicklerstudio, Warhorse Studios, zusammen mit anderen namhaften Entwicklern aus der Computerspielbranche. Auf der Suche nach einem Publisher und Geldgeber für das Spiel stieß er jedoch weiterhin auf Schwierigkeiten, denn keiner war davon überzeugt, dass ein realistisches Mittelalter Szenario ohne Elfen, Drachen und ähnlichen Fantasie angehauchten Wesen von den Spielern akzeptiert werden würde. Wenn überhaupt, so die Meinung der Publisher, dann würde das fertige Spiel ein Nischen dasein führen und galt als ein finanzielles Risiko, welches keiner eingehen wollte. Daraufhin riefen die Entwickler der Warhorse Studios am 22.Januar 2014 eine Kickstarter Kampagne ins Leben und wurden von interessierten Spielern mit einer Gesamtsumme von 1.106.371 £  (damaliger Kurs = 1.342.160 Euro) am 20.Februar 2014 erfolgreich beendet. Zu der Zeit planten die Verantwortlichen noch ein Spiel im Episoden-Format zu veröffentlichen, wobei die erste Episode bereits Ende 2015 zur Verfügung stehen sollte und an die 30 Stunden Spielzeit bieten sollte. Daraus wurde, wie wir heute wissen, leider nichts. Nach Beendigung der Kickstarter-Kampagne wurden Spenden weiterhin über die offizielle Webseite des Spiels akzeptiert, sodass eine Endsumme von über 2 Millionen USD entstand und das Projekt deutlich ausgeweitet wurde. Nach mehrmaliger Verschiebung und der Ankündigung einen Publisher (Deep Silver)  im September 2016 gefunden zu haben ist das Mittelalter-Rollenspiel endlich seit dem 13.Februar 2018 für Playstation 4, Xbox One und PC erhältlich. Wir haben uns auf der Playstation 4 Pro ins Mittelalter ohne Drachen und Orks gestürzt und verraten euch in unserem ausführlichen Test, ob so ein realistisch angehauchtes Mittelalter-Leben denn überhaupt spannend sein kann.

Titel: Kingdom Come Deliverance / Genre: Rollenspiel  / Publisher: Deep Silver / Systeme: PS4,Xbox One,PC / Release: 13.02.2018

Wir schreiben das Jahr 1403 und in Böhmen bahnt sich ein Bürgerkrieg an. Böhmen blühte unter der Herrschaft Karls des IV auf, doch der Tod des geliebten Königs stürzte das Königreich in dunkle Zeiten: Krieg, Korruption und Zwietracht zerklüftet dieses Juwel des Heiligen Römischen Reiches. Wenzel, einer von Karls Söhnen, wurde zu seinem Nachfolger ernannt. Im Gegensatz zu seinem Vater ist er ein naiver, maßloser und wenig ambitiösen Monarch. Er hat nur wenig Interesse am Königreich und wird schnell unter dem Volk als Wenzel der faule bekannt. Sigismund, Wenzels Halbbruder und König von Ungarn, wittert eine Chance und entführt seinen Halbbruder Wenzel durch eine List. Brandschatzend und plündernd führt Siegesmund seine Armee durch ganz Böhmen. Inmitten dieses Chaos verkörpert ihr Heinrich, den Sohn eines Schmieds. Heinrichs friedliches Leben nimmt ein jähes Ende als eine Horde Söldner – angeheuert von König Sigismund selbst – sein Heimatdorf Skalitz niederbrennt. Doch mit etwas Glück überlebt Heinrich das Massaker und kann gerade so nach Talmberg fliehen, um den dortigen Burgherren vor Siegesmunds Armee zu warnen. Durch eine glückliche Fügung wird Heinrich in die Dienste seines Herrn Radzig Kobyla aufgenommen und verfolgt das Ziel den Tod seiner Eltern und den Verlust seines Heimatortes zu rächen. Vom Schicksal in diesen blutigen Bürgerkrieg hineingezogen, kämpft Heinrich um die Zukunft Böhmens.

1 2 3 4 5

Über Egor Sommer (594 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


%d Bloggern gefällt das: