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Crossing Souls: Eine liebevolle Hommage an die 80er

Der Publisher Devolver Digital gewährte uns auf der diesjährigen Gamescom einen Blick hinter die Kulissen und wir entdeckten die ein oder andere Spieleperle, die unter den ganz großen Namen ganz sicher untergegangen wäre. Dort entdeckten wir ein kleines Indie Studio namens Fourattic und ließen uns von einem Entwickler durch ihr Spiel „Crossing Souls“ leiten.

Eins Vorweg und darauf sind die Entwickler besonders stolz, „Crossing Souls“ soll eine Hommage an die 80er Jahre werden und euch an Filme wie „The Goonies“, „Zurück in die Zukunft“, „Indiana Jones“ und einige mehr erinnern. Darüber hinaus dienten vor allem die schrill bunten Cartoons der 80er als größte inspirationsquelle. Ihr sollt euch wieder in eure Kindheit versetzt fühlen, nicht nur der Grafikstil, sondern auch die animierten Zwischensequenzen erinnern mit dem typischen flimmern einer VHS Kassette sehr stark an die vergangene Zeit. Und was soll ich sagen? Meiner Meinung nach haben es die Entwickler geschafft die Seele der 80er in ihrem Titel wiederzubeleben. Die Musik, die zuvor erwähnte Grafik, die bunten Farben, die abgedrehte Story um fünf Freunde und einem mysteriösen Stein, der Humor, all das und viel mehr hätte genauso gut aus der Zeit stammen können. Um es mit nur einem Wort zu sagen: Fantastisch!

„Crossing Souls“ ist ein Action Adventure, spielt im Jahre 1986 im sonnigen Kalifornien und handelt von fünf Freunden, die einen mysteriösen rosa leuchtenden Stein finden, welcher ihnen erlaubt zwischen zwei Bereichen, also quasi Dimensionen zu reisen. Diese Gruppe erlebt den Sommer ihres Lebens sie stolpern während ihres Abenteuers sogar über eine Regierungsverschwörung. Ihr habt volle Kontrolle über die fünf Freunde und müsst die individuellen Fähigkeiten nutzen, um Rätsel und Kämpfe zu überwinden. 

In der Anspielversion konnten wir den Begin des Abenteuers spielen, angeleitet wurden wir dabei von Fernando de Luna Romero, welcher für die Programmierung zuständig ist. Zunächst steuern wir nur Chris, den Anführer der Gruppe, dieser wird per Walki Talki von seinem kleinen Bruder Kevin geweckt. Kevin erzählt ihm, dass er beim Baumhaus ist und etwas seltsames vom Himmel fallen sah. Chris soll die Gang zusammen trommeln und schnellstmöglich zum Baumhaus kommen. Wir machen uns also auf den Weg, bevor wir jedoch das Haus verlassen können möchte Chris´s Dad ihm zeigen wie man einen Baseball richtig schlägt. Das ist ein kleines Tutorial, welches dazu dient uns mit der individuellen Fähigkeit des Charakters vertraut zu machen. In diesem Fall ist Chris in der Lage seinen Feinden mit einem Baseballschläger einzuheizen. Haben wir das hinter uns laufen wir aus dem Haus und dann die Straße runter, nicht weit entfernt wohnt Matt unser kleiner Nerd in der Truppe. Dies stellt er auch sogleich unter Beweis, kaum sind wir in der Nähe von Matt´s Haus erwischt uns beinahe ein riesiger Laserstrahl. Matt hat eine Laserkanone gebaut und hat jegliche Kontrolle darüber verloren, wir befreien ihn aus der Maschine indem wir die Generatoren mit Chris´s Baseballschläger bearbeiten. Puh, alles wieder in Ordnung und schon steigen wir in Matts Tutorial, dieser hat eine kleine „Ionenkanone“ mit welcher er Energiekugeln verschießt. Darüber hinaus ist er mit defekten Raketenschuhen ausgestattet, die ihn kurzzeitig schweben lassen. Fernando leitet mich zum nächsten Freund und gibt mir zu verstehen, dass Erkundung ebenfalls ein wichtiger Aspekt ist. Wir müssen auf Hinweise in der Welt achten, die wir teilweise aus den Gesprächen erfahren. Es gibt keine Hilfestellung und keine Karte zur Orientierung. Die Demo war in etwa eine halbe Stunde lang, kann sich aber auf über zwei Stunden hinziehen, wenn man komplett ahnungslos alles absucht. Jede Interaktion mit einem Objekt oder einer Person solltet ihr aber gleich mit allen Charakteren ausprobieren, denn sie haben alle ihre eigenen Sichtweisen auf die Dinge und können neue Hinweise liefern. Doch keine Sorge, die Welt ist nicht gigantisch und nur zu Beginn semi-open-world, im späteren Spielverlauf soll die Story sehr Linear verlaufen, weil ihr Hauptaugenmerk auf der Geschichte liegt.

Der nächste im Bunde ist Big Joe, der „Tank“ der Gruppe. Bevor er mit uns los ziehen darf muss er erst einmal die Obstregale für den Obstladen seiner Mutter auf die richtige Position rücken, haben wir das geschafft ist auch Big Joe´s Tutorial vorbei und wir können zum vor letzten Gruppenmitglied. Charlie ist das Mädchen in der Gruppe, kann aber ganz gut auf sich selbst aufpassen, was sie ihrem Trunkenbold von Vater gleich unter Beweis stellt, dieser will Charlie nicht mit der Gruppe ziehen lassen, bevor die Jungs nicht gezeigt haben aus welchem Holz sie geschnitzt sind und das sie stark genug sind auf Charlie auf zu passen. Kurzerhand stehen wir in einer Arena umringt von pöbelnden Rednecks. Die Redneck Kinder greifen uns an und wir müssen mit jedem Charakter einzeln zeigen was wir  im Kampf drauf haben. Nun wird mir auch klar, warum Big Joe als „Tank“ bezeichnet wird. Wo Chris und Matt sich quasi einem Mini Boss in Form des etwas dicklichen und starken „Redneck Bully“ Kindes stellen mussten, schafft Big Joe mit Leichtigkeit drei dieser Jungs in kurzer Zeit auf die Bretter zu schicken. Nun stellt sich Charlie selbst in den Ring und wir erleben ihr Tutorial. Mit einer Art Peitsche bewaffnet erledigen wir die Redneck Kids ganz schnell und zeigen dem Vater, dass Charlie eine starke junge Frau ist, die auf keinerlei Hilfe angewiesen ist. Der alleinerziehende Vater lässt Charlie und die Gruppe ziehen und wir erreichen endlich das Baumhaus. Hier schalten wir den fünften und letzten Charakter frei . Kevin, Chris´s kleiner Bruder, der über keine besondere Fähigkeit verfügt. Drücken wir die Angriffstaste, rülpst, furzt oder bohrt sich Kevin einfach frech in der Nase herum. Das ist der Humor der 80er, geht es mir nur durch den Kopf, großartig. Fernando erzählt mir, dass der zunächst nutzlose kleine Kevin aber später in der Geschichte doch noch eine besondere Fähigkeit erlangen wird. 

Nun haben wir die Gruppe beisammen und machen uns auf den Weg das seltsame Ding vom Himmel zu untersuchen. Wir entdecken einen mysteriösen rosa leuchtenden Stein, welchem Matt durch Experimente eine besondere Eigenschaft entlocken kann. Mit dem Stein erhalten wir eine ganz neue Perspektive auf die Welt, wir sehen plötzlich Geister, dabei können es sogar Dinosauerer, unbekannte Wesen und Menschen aus den verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte sein. Hier beginnt unser Abenteuer eines unvergesslichen Sommers, 1986 unter der glühenden Sonne Kaliforniens. 

Ich kann es kaum erwarten zu erfahren wie es mit der Gruppe weiter geht. Während meines Spieldurchlaufs, wurde ich ständig an die Goonies erinnert aber auch an das Spiel Earthbound und ja, ein wenig „Stranger Things“ war auch darin. Aber ihr müsst bedenken, dass „Crossing Souls“ bereits länger in der Entwicklung ist und „Stranger Things“ gar keinen Einfluss auf den Titel hatte. Ich kann euch nur empfehlen diese Spielperle nicht aus den Augen zu lassen. 

Zum Release konnten mir die Entwickler leider nichts genaueres sagen, das Spiel sei eigentlich bereits Fertig sagte Fernando, aber es fehle noch an Feinschliff und sie möchten alles richtig machen. Rechnen sollten wir damit erst Anfang 2018, dann soll „Crossing Souls“ für Playstation 4 und PC veröffentlicht werden. Unterhalb des Artikels könnt ihr euch noch einige Screenshots, die Öffnungssequenz und einen SneakPeak Trailer ansehen.

 

 

Über Egor Sommer (613 Artikel)
Egor ist ein leidenschaftlicher "Zocker" und spielt alles was er unter die Finger bekommt. Mit dem Nintendo Entertainment System (abgekürzt NES) ist seine Leidenschaft für Videospiele aufgeflammt. Habt ihr Fragen, Verbesserungsvorschläge oder sonstiges, so zögert nicht ihm zu schreiben. ^^

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